Gewalt gegen Rettungskräfte der Feuerwehr Hamburg: Helfer fordern Kurse zur Selbstverteidigung

Nachdem am Sonntag die Besatzung eines Rettungswagens Opfer eines randalierenden Patienten wurde, werden unter den Rettern Forderungen laut, Kurse zur Selbstverteidigung für Rettungskräfte anzubieten.

Symbolbild BlaulichtImmer häufiger werden Rettungskräfte Opfer von sinnloser Gewalt. Die Helfer müssen sich mit Aggressivität durch Patienten oder auch Passanten auseinandersetzen. Da diese Fälle von Gewalt gegen Rettungskräfte in der letzten Zeit zugenommen haben, fordert der Berufsverband der Feuerwehr Selbstverteidigungskurse für Rettungskräfte in Hamburg, wie diese schon in anderen Städten durchgeführt werden. Auch am vergangenen Sonntag kam es in Hamburg wieder zu einem Angriff gegen Helfer im Einsatz.

Rettungskräfte helfen betrunkenem Mann

Die Rettungskräfte der Feuerwehr Hamburg wurden am Sonntagmorgen alarmiert. Ein betrunkener Mann lag auf dem Gehweg im Steindamm im Hamburger Stadtteil St. Georg. Die Retter brachten den hilflosen Mann in den Rettungswagen, um ihn in ein Krankenhaus zu transportieren.

Alkoholisierter greift Rettungskräfte mit Schlägen und Tritten an

Im Rettungswagen begann der Alkoholisierte plötzlich zu randalieren und griff die Rettungskräfte an. Nachdem der Mann seine Helfer bespuckt und beschimpft hatte, eskalierte die Situation als der Rettungswagen an der Notaufnahme des Krankenhauses ankam. Der betrunkene Patient schlug mit Fäusten und Füßen um sich und verletzte die beiden Rettungskräfte der Feuerwehr Hamburg. Die Retter erlitten Prellungen, konnten den Mann aber schließlich überwältigen und der Polizei übergeben.

 

Erfahren Sie hier mehr zur Forderung nach Selbstverteidigung für Rettungskräfte.

Bild: retter.tv Archivbild

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