Feuerwehr-Schnürstiefel oder Schlupfstiefel?

Auf dem freien deutschen Markt gibt es unzählige Unternehmen die Feuerwehrschlupfstiefel und Feuerwehrschnürstiefel nach DIN EN 15090 herstellen und anbieten.

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Arten der Feuerwehrstiefel nach DIN EN 15090

Inzwischen ist eine Vielzahl unterschiedlicher Feuerwehrstiefel erhältlich, so dass es schwer werden kann den Überblick zu behalten. Man kann alle Feuerwehrstiefel jedoch grob in zwei Typen einteilen: Zum einen gibt es den Feuerwehrschlupfstiefel laut DIN EN 15090, zum anderen den Feuerwehrschnürstiefel laut DIN EN 15090. Bei der Entscheidung, welche Stiefel für einen geeignet ist, ist es wichtig die abzuwägen, welche Eigenschaften des Stiefels für den jeweiligen Feuerwehreinsatz besonders wichtig ist.

Unterschiede der Feuerwehrstiefel

Feuerwehrschlupfstiefel – Um ein schnelles Ankommen am Unfallgeschehen zu gewährleisten ist es wichtig möglichst schnell bereit zu sein. Der Feuerwehrschlupfstiefel, welcher der Norm DIN EN 15090 entspricht, bietet ein hohes Maß an Sicherheit und einen schnellen und unkomplizierten Einstieg durch seitlich angebrachte Anziehschlaufen. Der Stiefel an sich besteht aus drei zentralen Bestandteilen: dem Innenfutter, dem Obermaterial und der Sohle. Das Innenfutter besteht bei den meisten Herstellern aus einem besonders scheuerbeständigen, weichen und atmungsaktiven Spezialvlies, welches auch einen zusätzlichen Schutz vor bestimmten Chemikalien bietet. Bei den Obermaterialien, welche meist aus Leder sind, wird darauf geachtet, dass sie sowohl wasser- als auch säureabweisend sind, und dennoch atmungsaktiv bleiben. Die Gummischalensohle muss in jedem Fall hitze-, öl- und benzinbeständig sein. Um einen guten Tragkomfort zu erreichen wird Wert auf hohe Flexibilität des Materials, als auch auf die Absorption des Fußschweißes gelegt.

Feuerwehrschnürstiefel – wie auch bei den Schlupfstiefeln kann auf ein schnelles und sicheres Ankommen am Unfallort bei den Feuerwehrschnürstiefel lt. DIN EN 15090 nicht verzichtet werden. Die Feuerwehrschnürstiefel verfügen über ein Verbundsystem von Schnürung mit feuerresistenten Schnürsenkeln und einem Reißverschluss. Dieses Zusammenspiel ermöglicht eine nahezu perfekte Anpassung an den Fuß und einen schnellen Einstieg in den Feuerwehrschnürstiefel. Bei den Feuerwehrschnürstiefeln besteht das Innenfutter aus einem Spezialvlies das wasserabweisende, atmungsaktive, säurebeständige wie auch weiche Eigenschaften aufweist. Beim Obermaterial, ebenfalls meist aus Leder, weisen die Feuerwehrschnürstiefel wasser- und säureabweisende Eigenschaften auf. Die Sohle muss auch hier aus einer öl- und benzinfesten hitzebeständigen Gummischalensohle bestehen.

Sowohl bei Feuerwehrschlupfstiefeln, als auch bei Feuerwehrschnürstiefeln können Sonderausstattungen gemäß DIN EN 15090 erworben werden, wie etwa Kevlar-Einlagen, die den Träger vor Schnittschutz durch Motorsägen schützen sollen.

Einsatzgebiete der Feuerwehrstiefel

Sowohl Schnür- als auch Schlupfstiefel sind für nahezu alle Einsatzgebiete eines Feuerwehrstiefels geeignet, egal ob bei technischer Hilfestellung, Brandbekämpfung, beim Inneneinsatz oder bei Einsätzen mit Gefahrenstoffen. Wichtig sind die besonderen Schutzfunktionen eines Schuhes und ob diese für die Anforderungen des konkreten Einsatzes geeignet sind. Der Feuerwehrmann oder die Feuerwehrfrau sollte daher immer den Feuerwehrstiefel wählen mit dem er am besten klar kommt! Egal ob Feuerwehrschlupf- oder Feuerwehrschnürstiefel.

DIN EN 15090 - „Schuhe für die Feuerwehr“

Seit Oktober 2007 müssen Feuerwehrschlupfstiefel ebenso wie Feuerwehrschnürstiefel der DIN EN 15090 entsprechen.

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Der Stiefel: Begleiter im Einsatz

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