3D Landkarte der Erde: Satellitendaten können in Katastrophenfällen helfen

Deutschland | am 20.05.2014 - 14:32 Uhr | Aufrufe: 413

Ein ehrgeiziges Projekt, das neue Hilfe für Katastrophenschützer bietet: Mit dem Radarsatellit TanDEM-X  und seinem Zwillingssatelliten TerraSAR-X wurde die Oberfläche der Erde vermessen. Nun stellt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die ersten Höhenmodelle der neuen globalen Topographie für die wissenschaftliche Nutzung zur Verfügung.

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Im Überflug haben die beiden Zwillingssateliten die Erde vermessen: Rund 800 Millionen Kilometer hat der Satellit TanDEM-X mittlerweile zurückgelegt – und das in 514 Metern Höhe. Zweimal wurde dabei von den Satelliten die gesamte Landmasse der Erde abgetastet. Wie eine Helix fliegen die beiden Satelliten umeinander und können so die Höhen und Tiefen der 150 Millionen Quadratkilometer Erdoberfläche exakt berechnen. Nicht nur der Abstand der beiden Satelliten ist dabei bis auf wenige Millimeter genau bestimmt – auch die Uhren an Bord der Satelliten sind bis auf eine Billionstel Sekunde synchronisiert.

Satellitenaufnahmen können im Katastrophenschutz nützlich sein

"Aufgrund der deutlich verbesserten Genauigkeit bin ich überzeugt, dass das Höhenmodell von TanDEM-X eine neue Referenz für eine Vielzahl von Anwendungen wird", erklärt Prof. Alberto Moreira, der wissenschaftliche Leiter der Mission. Mit den Aufnahmen können beispielsweise hydrologische Abflussmodelle simuliert und Karten von potenziellen Überschwemmungsgebieten erstellt werden. Gefährdete Regionen können bei einem Hochwasser dadurch vorher ermittelt werden. Veränderungen nach Vulkanausbrüchen und Erdbeben bilden sich ebenso ab wie das Abschmelzen von Gletschern und Polkappen. Auch bei Katastrophenfällen sind die Radaraufnahmen für die Helfer vor Ort wichtig: So können überflutete Gebiete oder zerstörte Verkehrswege und Gebäude aus Satellitenbildern analysiert und berücksichtigt werden.

Quelle (Bild und Text): Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

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