Neue kostenlose Info-Broschüren: Feuerwehreinsatzkleidung beschaffen und Gefährdungsbeurteilung

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat zwei neue Infobroschüren veröffentlicht, die für jeden Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau interessant sind. Die Broschüren befassen sich mit der Beschaffung von Einsatzkleidung und der Beurteilung von Gefahren für Einsatzkräfte.

Neue kostenlose Info-Broschüren: Feuerwehreinsatzkleidung beschaffen und Gefährdungsbeurteilung

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Die Broschüren der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung sind kostenlos erhältlich und mit zahlreichen wichtigen Informationen bestückt. Jeder Feuerwehrmann kommt im Dienst täglich mit zahlreichen gesetzlichen Vorschriften, DIN Normen und Regelungen in Kontakt. Häufig ist nicht auf den ersten Blick klar, welchen Zweck die Anordnungen erfüllen und wie man ihnen genau folge leistet. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat nun für zwei anspruchsvolle und wichtige Themen Info-Broschüren zusammengestellt, die die Auseinandersetzung mit der Beschaffung von Einsatzkleidung und der Beurteilung von Gefahren im Einsatz erleichtern sollen.

DGUV „Feuerwehrschutzkleidung –Tipps für Beschaffer und Benutzer“

In der Broschüre, zum Thema Feuerwehrschutzkleidung werden dem Leser viele hilfreiche Tipps gegeben. Die Broschüre soll vor allem die Verantwortlichen, der kommunalen Aufgabenträger in Verwaltung und Feuerwehr, bei der Ausschreibung von Feuerwehr-Schutzkleidung unterstützen. Zudem bekommen die Entscheidungsträger wertvolle Tipps zur Beurteilung der Angebote und zur Kontrolle der Lieferung. Damit nimmt das Thema Beschaffung einen Großteil des Inhalts in Anspruch, doch es finden sich noch viele weitere nützliche Empfehlungen. Der Leser erhält Erläuterungen zur DIN EN 469 „Schutzkleidung für die Feuerwehr – Leistungsanforderungen für Schutzkleidung für die Brandbekämpfung; Deutsche Fassung EN 469:2005 + A1:2006 + AC:2006“ um deren Inhalte und Vorschriften besser zu verstehen. Doch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat sich in der, insgesamt 44 Seiten langen, Broschüre nicht lediglich auf bürographische Inhalte beschränkt. Jeder Feuerwehrangehörige erhält Informationen zur Kennzeichnung der Einsatzkleidung oder auch Hinweise zur Reparatur und Pflege der Einsatzkleidung. Im Anhang lassen sich zum Beispiel detailgenaue Abbildungen finden, die den Aufbau der Feuerwehrschutzkleidung erläutern. Sie finden die Broschüre am Ende dieses Artikels zum Download.

DGUV "Leitfaden zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung im Feuerwehrwehrdienst"

Auch die zweite Broschüre der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung befasst sich mit einem Spezialthema der Feuerwehr, der Gefahrenbeurteilung. Im Einsatz lauert auf die Freiwilligen bei der Feuerwehr täglich eine Vielzahl unterschiedlicher Gefahren. Naturgemäß lassen sich Gefahrensituationen nicht gänzlich ausschließen, doch mit geeigneten Schutzmaßnahmen lassen sich viele potentielle Gefahrenmomente schon im Vorhinein erkennen. Doch wer ist dafür zuständig? Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung schreibt: „Der Bürgermeister hat als oberste Leitung des kommunalen Trägers die Unternehmerfunktion in der gemeindlichen Feuerwehr und trägt dementsprechend die Verantwortung für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Feuerwehrangehörigen“. Auf 32 Seiten bekommt der Leser unter Anderem die Grundlagen des Arbeitsschutzes und der Gefährdungsbeurteilung erläutert.

Neue kostenlose Info-Broschüren: Feuerwehreinsat... (ID: 60163)

Die Themen erstrecken sich von Unfallverhütungsvorschriften, bis hin zu der Frage, wer für die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung verantwortlich ist. Nachdem die Basis zum Thema „Gefährdungsbeurteilung im Feuerwehrdienst“ gelegt ist, folgt nun eine schrittweise Anleitung zur Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung führt den Leser in Sieben Schritten durch die Maßnahmen der Gefährdungsbeurteilung. Die Ausführungen beginnen damit, wie die Gefahren für die freiwilligen Feuerwehrleute im Einsatz ermittelt werden können und enden damit, dass die gesammelten Erkenntnisse regelmäßig überprüft werden müssen. Zum Abschluss der Broschüre werden dann noch in übersichtlichen Tabellen Praxisbeispiele erläutert. Auch diese Broschüre finden Sie am Ende des Beitrags zum Download.

Quelle und Bilder: DGUV

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