Erste-Hilfe-Wettbewerb in Lettland: ASJ Bayern auf dem 3. Platz

Erlangen/Riga | am 01.08.2012 - 12:10 Uhr | Aufrufe: 1053

Die bayerische Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) hat Deutschland am letzten Juli-Wochenende im lettischen Riga beim Erste-Hilfe-Wettbewerb der europäischen Samariter-Verbände vertreten. Die fünf jungen Menschen aus München, Erlangen, Bad Windsheim und Gräfenberg stellten eines von insgesamt 17 Teams – diese kamen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Lettland, Litauen, Österreich, Polen, Slowakei und Südtirol. Die Bayern belegten einen hervorragenden dritten Platz, hinter Lettland und Südtirol.

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In Riga ging es einerseits darum, das Wissen der Teilnehmer in Erster Hilfe und Geschicklichkeit zu testen – aber vor allem darum, gemeinsam Spaß zu haben. „Natürlich freuen wir uns über eine Urkunde – das heißt ja auch, dass wir gute Ersthelfer sind“, sagte Anna Klimsa aus München. „Richtig toll ist aber, Freundschaften schließen zu können und einen Einblick in das Leben in Lettland zu bekommen.“

Allgemeinwissen und Erste-Hilfe-Kenntnisse mussten unter Beweis gestellt werden

Jedes Team musste zunächst in einem einstündigen schriftlichen Test sein Allgemeinwissen und seine Erste-Hilfe-Kenntnisse unter Beweis stellen. Danach standen im Museum für Medizin Geschicklichkeitsspiele auf dem Plan: Ob Memory oder Perlen auffädeln, Türme aus Holzklötzchen bauen oder Gewichte schätzen – Konzentration, Schnelligkeit und Präzision waren gefragt.

Erste Hilfe hat viel mit Wissen, aber noch mehr mit Übung zu tun

Da Erste Hilfe zwar viel mit Wissen, aber noch mehr mit Übung zu tun hat, hatten die lettischen Organisatoren an verschiedenen Stationen der Stadt anspruchsvolle Erste Hilfe-Situationen vorbereitet: In einer Judohalle gab es zuerst einen Trainingsunfall, bei dem sich eine Judoka die Hand verstaucht hatte – kurz danach musste einem Zuschauer geholfen werden, der an seinem Snack zu ersticken drohte.

Täuschend echt geschminkte Brandwunden und ein Hundebiss mussten versorgt werden

Wer das gemeistert hatte, wurde direkt zu einem der traditionellen Waschhäuser geschickt, weil es dort zwischen den Gästen in der Kellerbar zu Handgreiflichkeiten gekommen war. Blutige Nasen und Platzwunden wurden versorgt. Und auch im Eisenbahnmuseum und der Feuerwehrschule warteten Notfälle auf die jungen Sanitäter – hier mussten täuschend echt geschminkte Brandwunden und auch ein Hundebiss versorgt werden. Alles in allem hielten insgesamt 80 Freiwillige die jungen Ersthelfer mit realistischen Szenarien auf Trab – was die Teams jedoch mit Bravour meisterten.

Die ASJ Bayern hat sich durch ihren Sieg beim ASJ-Bundesjugendwettbewerb im Mai in Kiel für den Contest in Riga qualifiziert. Die letzten Wettbewerbe auf europäischer Ebene haben 2010 in Wien, 2008 in Meran/Südtirol und 2006 in Essen stattgefunden.  

ASB Bayern

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