Tarifverhandlungen für den Rettungsdienst in Bayern beginnen- ein verbindlicher Tarifvertrag für alle?

München | am 20.10.2012 - 10:52 Uhr | Aufrufe: 1785

Der Arbeiter-Samariter-Bund und das Bayerische Rote Kreuz haben gerade erst den „Arbeitgeberverband Rettungsdienst Bayern“ gegründet, nun sollen die Tarifverhandlungen mit ver.di aufgenommen werden.

Am Dienstag den 23. Oktober sollen die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und dem „Arbeitgeberverband Rettungsdienst Bayern“ in München beginnen. Die beiden gründenden Hilfsorganisationen, Arbeiter-Samariter-Bund und Bayerisches Rotes Kreuz, wollen gemeinsam die ersten Tarifgespräche mit der Gewerkschaft ver.di aufnehmen. Am Ende der Verhandlungen soll ein verbindlicher Tarifvertrag für den Rettungsdienst in Bayern stehen. "Der Arbeitgeberverband wird gemeinsam mit ver.di nach Abschluss der Verhandlungen einen Antrag auf Feststellung der Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages beim Sozialministerium beantragen" sagt Leonhard Stärk, der für die Tarifverhandlungen zuständige Landesgeschäftsführer des BRK. Mit diesem Schritt will der neue Arbeitgeberverband erreichen, dass sich alle Anbieter an den Tarifvertrag halten müssen und so der Preiskampf bei den Ausschreibungen nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen wird.

„Arbeitgeberverband Rettungsdienst Bayern“ in Nürnberg gegründet

Am 10. Oktober 2012 haben der Arbeiter-Samariter-Bund den „Arbeitgeberverband Rettungsdienst Bayern“ gegründet. Ziel des neuen Arbeitgeberverbandes ist es in Zukunft gemeinsam Tarifverträge auszuhandeln und so die Gehälter im Rettungsdienst für alle verbindlich festschreiben zu lassen. Die größte Kritik an der öffentlichen Ausschreibung des Rettungsdienstes war bisher, dass die Anbieter versuchen die Lohnkosten zu drücken um das attraktivste Angebot abzugeben. Damit wird der Wettbewerb um die Vergabe des Rettungsdiensts auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen, ein Tarifvertrag wird das verhindern.

Quelle: Presseclub München

Bild: retter.tv Archivbild

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