Die DRF Luftrettung im Überblick

Deutschland | am 28.04.2011 - 11:37 Uhr | Aufrufe: 4507

Die DRF Luftrettung mit Sitz in Filderstadt ist Teil des deutschen Rettungsdienstes auf dem Gebiet der Luftrettung.

DRF Luftrettung - 1. Christoph 37-Tag in Nordhausen erfolgreich 

Geschichte


Die Gründung der DRF Luftrettung basiert auf einem folgenschweren Unfall, der sich am 3. Mai 1969 ereignete. Der achtjährige Björn Steiger wurde auf dem Weg vom Schwimmbad nach Hause von einem Auto angefahren. Trotz sofortiger Alarmierung des Rettungsdienstes, dauerte es fast eine ganze Stunde, bis der Krankenwagen eintraf. Für den Jungen kam jedoch jede Hilfe zu spät und er starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Dieser tragische Tod offenbarte gravierende Mängel im deutschen Rettungswesen. Denn in den 1970er Jahren gab es weder  rund um die Uhr besetzte Rettungsleitstellen noch Funkgeräte in den meisten Krankenwägen, keine medizinische Versorgung während des Transports sowie keine einheitliche Notrufnummer für das gesamte Bundesgebiet. Die Eltern des verstorbenen Jungen gründeten noch im Mai 1969 die Björn-Steiger-Stiftung e.V. mit dem Ziel die Rettungskette zu beschleunigen und mehr Notfall-Meldeeinrichtungen zu installieren um somit die Qualität des Rettungswesens zu verbessern.

Durch die Initiative der Björn-Steiger-Stiftung e.V. wurde am 6. September 1972 die Deutsche Rettungsflugwacht e.V., die heutige DRF Luftrettung,  gegründet. Die DRF nahm am 19. März 1973 den Einsatzbetrieb mit einem Rettungshubschrauber im Großraum Stuttgart auf.
 

Organisation

Die DRF Luftrettung  hat heute an 31 Standorten in Deutschland, Österreich und Dänemark circa 50 Hubschrauber für Notfalleinsätze und den Transport von Intensivpatienten im Einsatz. An 8 Stationen sogar rund um die Uhr. Die DRF Luftrettung besteht aus einem Förderverein, einer Stiftung des bürgerlichen Rechts, einer gemeinnützigen AG und deren Tochterunternehmen. Die Aufgabe der Stiftung besteht in der Überwachung der operativen Tätigkeit der gemeinnützigen AG. Zur Finanzierung der DRF Luftrettung tragen die rund 500.000 Förderer des DRF e.V. entscheidend bei.. In Deutschland gliedert sich die DRF Luftrettung in die HDM Luftrettung gGmbH und die HSD Luftrettung gGmbH. In Dänemark zählt die Falck DRF Luftambulance A/S und in Österreich die ARA Flugrettungs GmbH dazu.

Für die DRF Luftrettung sind ungefähr 500 Notärzte, 170 Piloten, 260 Rettungsassistenten und 70 Techniker im Einsatz. Im Jahr 2010 wurden allein 36.900 Einsätze von der DRF Luftrettung geflogen. Für den Einsatz stehen der DRF Hubschrauber der Typen BK 117, EC 135, EC 145, und Bell 412 sowie Flugzeuge des Typs Learjet 35A zur Verfügung. Die DRF Luftrettung verfügt über eine Type Rating Training Organisation. Hier können sowohl Piloten der DRF Luftrettung als auch Piloten anderer Luftfahrtunternehmen auf den Hubschraubertypen EC 135, BK 117 und BO 105 ausgebildet werden. Nicht nur im Flugbetrieb sondern auch in den Bereichen Medizin und Technik setzt die DRF Luftrettung hohe Qualitätsmaßstäbe.

Ausland


Über die Grenzen des deutschen Einsatzgebietes hinaus, führt die DRF Luftrettung auch weltweite Rettungsflüge und Intensivtransporte mit Ambulanzflugzeugen oder an Bord von Chartermaschinen durch, um verletzte oder erkrankte Urlauber, Mitglieder oder Geschäftsreisende sich zur weiteren Behandlung zu fliegen. Die medizinische und flugtechnische Koordination übernimmt hierbei die von der DRF Luftrettung betriebene Alarmzentrale am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden. 

Ein weiteres Einsatzgebiet der DRF Luftrettung im Ausland ist die Rückholung von Patienten aus dem Ausland. Hierzu kooperiert die DRF Luftrettung mit der Luxembourg Air Rescue (LAR) unter dem Namen European Air Ambulance (EAA) und unterhält sechs Ambulanzflugzeuge, erfahrene Piloten und medizinische Teams für den weltweiten Einsatz.

Quelle: Baumann / DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG

Weitere Informationen zur DRF Luftrettung  finden Sie auch direkt auf der Homepage der DRF Luftrettung

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