12. Rettungsdienstsymposium in Hohenroda: Die Zukunft des Rettungsdienstes

Am 15. bis 16. November 2012 findet unter der Schirmherrschaft des hessischen Sozialministers Stefan Grüttner das 12. Rettungsdienstsymposium in Hohenroda statt. Unter dem Motto „Rettungsdienst im Wandel – Veränderungen gestalten“ werden 500 Teilnehmer aus ganz Deutschland mit Verantwortlichen im Rettungsdienst, Politikern, Ärzten sowie Vertretern von Krankenkassen über die Zukunft des Rettungsdienstes diskutieren.

Das vom Deutschen Roten Kreuz, Landesverband Hessen, veranstaltete Rettungsdienstsymposium, anerkannte Plattform für alle Diskussionen rund um die Entwicklung des Rettungsdienstes, steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Rettungsdienst im Wandel – Veränderungen gestalten“. Gemeinsam mit 500 Teilnehmern aus ganz Deutschland diskutieren Verantwortliche im Rettungsdienst, Politiker, Ärzte sowie Vertreter von Krankenkassen und Verbänden die Zukunft des Rettungsdienstes.

Breites Spektrum an Themen

Hannelore Rönsch, Präsidentin des DRK Landesverbandes Hessen: „Das Deutsche Rote Kreuz ist bundesweit und in Hessen der größte Anbieter rettungsdienstlicher Leistungen. Damit wir auch in der Zukunft eine herausragende Rolle in der rettungsdienstlichen Landschaft spielen, müssen wir die Zukunft des Rettungsdienstes aktiv gestalten. Hier hat sich das Rettungsdienstsymposium als Quelle der konstruktiven Auseinandersetzung in den letzten Jahren hervorragend bewährt.“
 
Thematisch wird ein breites Spektrum angeboten, von ethischen Betrachtungen zur Kosten-Nutzen-Betrachtungen in Notfallmedizin und Rettungsdienst über Möglichkeiten der Psychohygiene für Rettungsdienstmitarbeiter bis hin zur Rolle des Rettungsdienstes als Auffangbecken gesellschaftlicher Probleme. Internationale Rettungsdienstexperten wie Dr. Laszlo Gorove aus Ungarn und Noriyoshi Ohashi aus Japan geben Einblick in ihren Alltag.

Notfallsanitäter-Gesetz in der Diskussion

Für Diskussionen wird sicher das neue Notfallsanitäter-Gesetz sorgen, mit dem endlich die Ausbildungsdauer für den rettungsdienstlichen Fachberuf auf drei Jahre angehoben wird. Es fehlt jedoch weiterhin die deutschlandweite einheitliche Zuordnung von Kompetenzen beim nichtärztlichen Personal und somit die dringend nötige Rechtssicherheit. „Außerdem fehlen eindeutige Regelungen zur Frage der Kosten von Qualifikation und Nachqualifikation von rettungsdienstlichem Personal – hier ist das Land in der Pflicht nachzuarbeiten“, so die Aufforderung Hannelore Rönschs an Sozialminister Grüttner.

Kontroverse Diskussionen werden erwartet

Kontroverse Diskussionen sind auch zur Zukunft der notärztlichen Leistung im Rettungsdienst zu erwarten. „Als Deutsches Rotes Kreuz bekennen wir uns klar zu einem arztgestützten Rettungswesen“, so Hannelore Rönsch. „Noch sind wir in Hessen davon verschont, aber auch wir müssen zu Kenntnis nehmen, dass es in Deutschland kein Einzelfall mehr ist, wenn Notarzteinsatzfahrzeuge abgemeldet werden müssen, weil keine Notärzte zur Verfügung stehen.“

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von retter.tvretter.tv Profilbild     
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