125 Mädchen beim Girlsday im DRK-Rettungsdienst: Notfallsanitäterin als Berufsziel

Rheinland-Pfalz | am 28.04.2017 - 22:57 Uhr | Aufrufe: 451

Beim fünften Girlsday an dem sich der DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe beteiligt, waren erstmals 125 Mädchen an fünf Standorten des größten Rettungsdienstes in Rheinland-Pfalz mit von der Partie – ein absoluter Rekord! Auch bei der Feuerwehr Erkrath schnupperten Mädchen in den Alltag als Retter.

125 Mädchen beim Girlsday im DRK-Rettungsdienst: Notfallsanitäterin als BerufszielWas machen Notfallsanitäterinnen? Wie werden schwer verletzte Patienten versorgt und welche Fähigkeiten braucht es für die Ausbildung zur Notfallsanitäterin? Fast 125 Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren interessierten sich beim fünften Girlsday des DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe genau für diese und viele weitere Fragen. An den DRK-Rettungswachen in Mainz, Worms, Alzey, Bad Kreuznach und Idar-Oberstein hatten die Nachwuchsretterinnen die Gelegenheit alles rund um den Beruf der Notfallsanitäterin herauszufinden und viel zu erleben.  Damit die Mädchen einen spannenden Tag im Rettungsdienst erleben konnten, hatten sich rund 25 Mitarbeiter des Rettungsdienstes ins Zeug gelegt.

Nachwuchsretterinnen üben Reanimation

Nach einer Unternehmenspräsentation mit Fakten zur Ausbildung und Filmen, war Praxis angesagt. Hier standen die wichtigsten Erste-Hilfe Maßnahmen auf dem Programm. Das Besondere dabei: die Mädchen hatten im Rahmen der Reanimation Gelegenheit nicht nur die Basismaßnahmen zu erlernen, sondern auch die Anwendung von Beatmungsbeutel und Beatmungsmasken auszuprobieren – ganz wie die Profis. Natürlich erläuterten die fachkundigen Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter auch die Hintergründe des Herz-Kreislauf-Stillstandes und anderer Notfallbilder. Damit die Teilnehmerinnen auch für das Leben nach dem Girlsday etwas Nützliches mitnehmen konnten, lernten Sie Verbände und Pflaster richtig anzuwenden und beschäftigten sich auch mit dem Thema des Notrufs.  Im Rettungswagen erforschten die Nachwuchsretterinnen dann medizinische Geräte wie, EKG, Defibrillator und Beatmungsgeräte. Auch die Fahrtrage und der Tragestuhl wurden in einsatznahen Szenarien fleißig getestet. Bei Führungen durch die Rettungswache und in Mainz und Bad Kreuznach auch durch die Leitstellen, konnten sich die Mädchen den Arbeitsplatz eines Notfallsanitäters genau betrachten und den erfahrenen Mitarbeitern viele Fragen stellen.

Frauen mittlerweile keine Besonderheit mehr

Beim DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe sind Frauen mittlerweile keine Besonderheit unter den Mitarbeitern im Rettungsdienst mehr. Dreißig Prozent der hauptamtlichen Mitarbeiter sind weiblich – mit steigender Tendenz. Betrachtet man sich die Statistik der Auszubildenden, wird dieser Trend bestätigt. Hier sind bereits 35% der Azubis Frauen. Auch auf Informationsveranstaltungen und Berufsmessen interessieren sich zunehmend Mädchen für die Ausbildung zum Notfallsanitäter. „Das zeigt, dass der Beruf der Notfallsanitäterin auch für Frauen attraktiv ist. Der Girlsday ist für uns dabei eine wertvolle Plattform, um die Berufe im Rettungsdienst schon früh bekannt zu machen und über die Perspektiven in diesem interessanten und erlebnisreichen Berufsfeld zu informieren. Gerade in diesem Jahr sind wir sehr positiv überrascht, dass auch bei fünf Standorten mit jetzt 125 Plätzen das Interesse ungebrochen ist. Das werten wir als Ansporn für die kommenden Jahre.“ erklärt der Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes, Jörg Steinheimer, seine Motivation zum Girlsday.

„Durch unser Gesundheitsmanagement und arbeitserleichternde Hilfsmittel, wie einem Raupenstuhl oder einem elektrischen Treppensteiger welche es erleichtern schwere Patienten eine Treppe hinauf und hinunter zu transportieren, oder Auffahrrampen für Tragestühle an den Fahrzeugen, versuchen wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in unserem Unternehmen, den Arbeitsalltag zu erleichtern und sie gesund zu halten. Dazu zählt auch, dass wir uns um die psychosoziale Versorgung von Mitarbeitern und Auszubildenden kümmern. Hier haben wir eigens ein Konzept erarbeitet, welches bei schwierigen Einsätzen weiterhilft."  so Steinheimer weiter.

„Die Mädchen waren sehr begeistert"

„Die Mädchen waren sehr begeistert vom Berufsfeld Rettungsdienst. Da die Ausbildung erst ab achtzehn Jahren möglich ist, haben wir den Teilnehmerinnen die DRK-Bereitschaften und das Jugendrotkreuz als sinnvolle Freizeitgestaltung und Vorbereitung auf die Ausbildung ans Herz gelegt. freut sich DRK-Pressesprecher Philipp Köhler über den Erfolg des Angebotes. Der DRK-Rettungsdienst wird die positiven Erfahrungen aus dem Girlsday nutzen und auch im nächsten Jahr wieder Aktionstage anbieten. Der DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe hat in diesem Jahr schon zum vierten Mal am Girlsday teilgenommen. Bisher haben 400 Mädchen an den Aktionstagen teilgenommen.

Quelle Text und Bild: Köhler/DRK

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