13. Rettungsdienstsymposium in Hohenroda

„Unser langer Atem hat sich bewährt“, bestätigte DRK-Landesleiter Rettungsdienst, Manfred Stein, zum Auftakt des 13.Rettungsdienstsymposiums, initiiert vom DRK-Landesverband Hessen.

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Dabei meinte er das verabschiedete Notfallsanitätergesetz, während die Initiative der Bundesländer Baden-Württemberg und Hessen zur überfälligen Migration der Leistungen des Rettungsdienstes im Sozialgesetzbuch Fünf noch nicht zum Erfolg geführt hat.

Unter dem Tagungstitel „Auf neuen Wegen! Rettungsdienst und das Machbare“, trafen sich 500 Fachleute aus ganz Deutschland in Hohenroda. Dank dieses jährlichen Symposiums können auch „dicke Bretter gebohrt werden“, so Manfred Stein.

Nicht nur die Fachvorträge schaffen ein wirksames Problembewusstsein in der Politik und bei den Entscheidungsträgern. Es ist auch der gern genutzte intensive Austausch unter den Gästen, der Lösungsansätze und neue Wege aufzeigt. Damit entwickelte sich seit über einem Jahrzehnt eine Meinungsschmiede des Rettungsdienstes in Hessen und Deutschland.

Landrat Dr. Ernst-Karl Schmidt, Landkreis Hersfeld-Rotenburg, wertschätzte am Donnerstag in seiner Begrüßung das bereits elfte Symposium in Hohenroda und gratulierte dem DRK, dass dieses Jahr sein 150. Jubiläum feiert.

Demographischer Wandel verschärft Notarzteinsätze

DRK-Bundesarzt Prof. Dr. Peter Sefrin warnte vor dem drohenden dramatischen Fachärztemangel, der sich auch auf die Zahl der Notärzte niederschlagen werde.

Er erläuterte in seinem Vortrag auch das steigende Notfallaufkommen aufgrund nicht besetzter Arztpraxen auf dem Land. Der Hausärztemangel steige dramatisch, die Wegezeiten vom Patient zum Hausarzt werden immer länger und die Ärzteverteilung verschärft diese Negativentwicklung. Durch den demographischen Wandel gebe es immer mehr ältere Patienten, die teils aufgrund nur leichter Beeinträchtigungen den Notarzt rufen, weil es nicht genug ärztliche Alternativen in der Nähe gibt. Zudem erfordert die Identifikation der Dringlichkeit von Notrufen ein qualifiziertes Personal in den Leitstellen.

Den Ansatz des Rettungsdienstes in Taiwan stellte Prof.Dr. Matthew Huei-Ming Ma von der nationalen Universitätsklinik in Taipei vor. Ein großes Erdbeben 1999 und die SARS Epidemie 2003 waren der Anlass für den Aufbau eines zentralen landesweiten Rettungsdienstsystems. Dank der landesweiten Positionierung von Defibrillatoren im öffentlichen Raum und einer flächendeckenden Schulung konnte die Überlebensrate bei akuten Herzattacken um das Sechsfache gesteigert werden. Große finanzielle Unterstützung erfährt der Rettungsdienst in Taiwan auch von den örtlichen religiösen Tempeln.

Auf der anschließenden Podiumsdiskussion wurden die Arbeitszeiten im Rettungsdienst unter dem Thema „38,5 oder 48 Stunden – was ist genug?“ beleuchtet.

Der letzte Themenblock am ersten Symposiumstag widmete sich dem Notfallsanitätergesetz, das am 1.1.2014 in Kraft treten wird.

Am Freitag geht es um Qualitätssicherungsinstrumente und Zukunftsprojekte im Rettungsdienst.

Quelle: DRK Landesverband Hessen

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