Bergwacht-Suchhund Max findet abgestürzten Bergsteiger

Marquartstein/Anger | am 09.12.2011 - 15:00 Uhr | Aufrufe: 1301

Groß angelegte Vermisstensuche im Hochgern-Gebiet: 61-jähriger Unterwössener tödlich am Windeck verunglückt.d Max findet abgestürzten Bergsteiger

Bergwacht-Suchhund Max findet abgestürzten BergsteigerJörg Riechelmann aus Anger und sein Bergwacht-Suchhund Max haben am Donnerstagabend einen tödlich abgestürzten Bergsteiger in steilem Gelände am Windeck, einem Vorgipfel des Hochgern entdeckt. Der Hund hatte während einer groß angelegten Vermisstensuche die Witterung des abgängigen 61-jährigen Unterwösseners aufgenommen, der unterhalb einer Felswand nicht einsehbar zwischen Tannen lag und ohne tierische Unterstützung sonst wohl kaum gefunden worden wäre.

Der Bergsteiger war am Nachmittag in rund 950 Metern Höhe etwa 75 Meter tief tödlich abgestürzt. Als er nicht nach Hause zurückkehrte, wurde er bei der Polizei als vermisst gemeldet. Die Leitstelle Traunstein alarmierte daraufhin kurz nach 16 Uhr die Bergwachten Marquartstein und Bergen, die sofort eine groß angelegte Vermisstensuche mit 29 Einsatzkräften organisierten, darunter drei Suchhundeteams der Lawinen- und Suchhundestaffel Chiemgau, zwei Bergwacht-Ärzte und zwei Mitarbeiter des Kriseninterventionsdienstes (KID). Beteiligt waren auch Mitglieder der Alpinen Einsatzgruppe der Polizei und ein Polizeihubschrauber.

Bekannt war, dass der 61-Jährige vom Windeck aus in Richtung Luchsfall-Wand über einen Steig zu einem Weg gelangen wollte, wofür er über steiles Gelände oberhalb einer Felswand gehen musste. Eine Suchmannschaft entdeckte oberhalb der Wand eine blaue Mütze, woraufhin ein zweites, dreiköpfiges Team mit Suchhundeführer Jörg Riechelmann und Schäferhund Max gegen 19 Uhr den Bereich unterhalb der Falllinie absuchten. Der Hund nahm rasch die Witterung des Abgestürzten auf, der nicht einsehbar unterhalb von mehreren kleinen Tannen lag. Der Mann war vermutlich rund 75 Meter tief abgestürzt und sofort tot. Der 61-jährige ist heuer der erste Bergtote im Bereich der Polizeiinspektion Grassau.

Quelle: BRK Kreisverband Berchtegadener Land

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