Brandheiße Fortbildung für BRK-Sanitäter

Ein sehr wichtiger Teil im Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes sind die ehrenamtlichen Einsatzkräfte, damit diese für den Dienst gut ausgebildet sind wurde mit der Feuerwehr Bad Rodach zusammen die erste Fortbildung für dieses Jahr mit brandheißer Ausbildung bestritten. Ein weiteres Bild finden Sie in der retter.tv Bildergalerie!

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Mehrmals im Jahr veranstalten die Ausbilder des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes des Roten Kreuzes in Coburg Fortbildungsveranstaltungen für die ehrenamtlich im Rettungsdienst engagierten Sanitäter. In der ersten für das Jahr 2018 wollte man die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr in den Vordergrund stellen und die Möglichkeit bieten einmal selbst am Simulator ein Feuer zu löschen. „Eine Praxisnahe Fortbildung steht für uns im Mittelpunkt, denn der Einsatz am Patienten fordert immer eine anspruchsvolle praktische Arbeit der Rettungskräfte!“, berichtet Thomas Vollrath, der selbst langjährig erfahrener Rettungsdienstmitarbeiter ist und bereits viele Jahre als Praxisanleiter und Ausbilder tätig ist.

Theorie und Praxis perfekt vereint

Doch auch Theorie gehörte dazu, deshalb belehrte Fahrausbilder Klaus Klebeg die Anwesenden über die richtige Fahrweise bei Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten im Einsatz. „Bei jeder Einsatzfahrt mit Blaulicht und Sondersignalhorn sind die Einsatzkräfte einem 17-fach erhöhtem Unfallrisiko ausgesetzt!“, betont Klebeg in seinem Vortrag und möchte damit für eine rücksichtsvolle und vor allem vorausschauende Fahrweise sensibilisieren. Von Markus Stedler, dem Kommandanten der Feuerwehr Bad Rodach, wurde den Rettungsdienstkräften der richtige Umgang mit Kleinlöschgeräten erklärt. Aber da hier eine praxisnahe Ausbildung zielführender ist wurde die weitere Wissensvermittlung kurzerhand auf den Innenhof des Rettungszentrums verlegt. Die Rotkreuzler konnten nun unter Anleitung der Feuerwehrkameraden den Brand bekämpfen. Einige testen dies zuerst allein, hierbei wurde festgestellt, wie schnell ein Feuerlöscher leer ist. „Wir haben auch gelernt, dass immer möglichst viele Feuerlöscher mit einem Mal in den Einsatz kommen sollen!“, meint Bernd Walter (Bereitschaft Coburg) und geht zusammen mit Lisa Wank (Bereitschaft Rödental-Einberg) mit zwei Löschgeräten zur Brandbekämpfung vor.

Teil der Übung: Fachgerecht und schonende Patientenrettung

Im Verlauf des Tages galt es aber auch die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr bei Verkehrsunfällen kennenzulernen. Hierfür wurde ein Fahrzeug, wie im realen Einsatz, unter Anleitung „zerlegt“ um Rettungsöffnungen zu schaffen, für die fachgerechte und schonende Patientenrettung. „Nur sehr selten hat man die Möglichkeit, dies einmal ohne Einsatzstress, wenn es um Leben und Tod geht, so zu erleben!“, bestärkt Klebeg während der Rettungsübung. „Wir streben immer eine enge Verzahnung des Ehrenamtes und des Hauptamtes an!“ betont Marcel Thein, der Kreisbereitschaftsleiter des BRK und bekräftigt damit die Wichtigkeit von ehrenamtlichen Kräften im Rettungsdienst. „Sie machen einen ganz großartigen Job, dank der hauptamtlichen Mitarbeiter, die die Ehrenamtlichen anleiten und begleiten.“, so Thein. Thomas Vollrath bedankte sich abschließend bei den Anwesenden für die investierte Freizeit und lobte vor allem die Kameraden der Feuerwehr Bad Rodach für den tollen Tag und überbrachte symbolisch den Dank Aller.

Quelle und Bilder: BRK Coburg/Marcel Thein

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