Einsatzübung für Luftretter von DRK und DLRG bei Lassrönne

Lassrönne | am 13.10.2011 - 08:00 Uhr | Aufrufe: 833

Die Luftretter von DLRG und DRK trainieren gemeinsam mit der Bundespolizei an der Elbe. Einsatztraining für die Rettung von Personen mit der hubschraubergestützten Wasserrettung.

Einsatzübung für Luftretter von DRK und DLRG

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Am Elbufer bei Lassrönne nahe Winsen (Luhe) haben gestern am 13.10.2011 von morgens bis zum Nachmittag speziell ausgebildete Einsatzkräfte des DRK aus Achim, des DRK-Region Hannover, des DRK aus Gifhorn und der DLRG aus Niedersachsen die Rettung von Personen im Wasser trainiert. Es galt, die verschiedenen Möglichkeiten, wie beispielsweise Rettungsverfahren gegen- oder mit der Störmung, sowie besondere Notverfahren zu üben.

Mit einem Hubschrauber der Bundespolizei aus Gifhorn wurden die Luftretter im Rahmen der Übung punktgenau an die im Wasser befindliche Person geflogen. Unter dem Helikopter an einem fast 50 Meter langem Seil hängend, rettete der Luftretter dann die Person aus dem Wasser. Mit einem speziellen Gurtsystem wurde die hilflose, im Wasser treibende Person dann samt des Retters in den Hubschrauber gezogen. "Für Personen, die sich sehr lange im Wasser befinden", erklärt DRK-Luftretter Kristof Schwake, "besteht die Gefahr der Unterkühlung."

Die Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft tragen Neoprenanazüge gegen das etwa fünf Grad kalte Wasser, Helme und Schutzbrillen gegen das Spritzwasser. Per Handzeichen stehen sie mit dem Windenbediener der Bundespolizei im Helikopter in Kontakt. Eine andere Verständigung ist aufgrund der Geräuschkulisse nicht möglich.

Mehrere Male wurde der Anflug zu der Person im Wasser bei unterschiedlichen Szenarien und Strömungsbedingungen für die zehn Luftretter wiederholt. "Training ist hier alles", so Falk Seipel, Ausbilder der Luftretter vom DRK Kreisverband Gifhorn. Jeder Handgriff muss bei fliegerischer Besatzung, wie auch dem am Haken hängenden Luftretter sitzen, um im Ernstfall eine Person schnell retten zu können", so Seipel weiter.

Nicht nur für Rettung aus dem Wasser, wie zum Beispiel bei einem Schiffsunfall oder in Hochwassergebieten kommen die Retter zum Einsatz. Auch wenn Personen bei Hochwasser auf ein Gebäude flüchten, können sich die Spezialkräfte von DRK und DLRG abseilen, nachdem sie zuvor vom Hubschrauber der Bundespolizei auf dem Hausdach abgesetzt wurden.

"Es gibt kein schnelleres Verfahren, eine hilflose Person sicher aus einer Notlage zu retten", sagt Schwake, der schon seit vielen Jahren ehrenamtlich beim DRK-Region Hannover aktiv ist. Schwake ist mit Seipel Ausbilder für angehende Luftretter des DRK Landesverbandes Niedersachsen.

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Auch der Leiter der gestrigen Übung, Andreas Brelie vom DLRG Landesverband Niedersachsen, ist mit der Leistung seiner Luftretter absolut zufrieden. „Wir freuen uns über jede Gelegenheit, mit den Kollegen der Bundespolizei diese Szenarien üben zu dürfen!“

Zuletzt waren die niedersächsischen Luftretter Anfang August 2010 beim Hochwasser in Sachsen erfolgreich im Einsatz. Ein im Wasser treibender, völlig entkräfteter Mann, wurde aus dem reißenden Hochwasser gerettet. Diese Art der Luftrettung wurde nach dem Elbehochwasser 2002 in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei und dem Bayrischen Roten Kreuz entwickelt. Bundesweit gibt es etwa 200 dieser Spezialkräfte an 5 Standorten, von denen einer in Gifhorn ist.

Quelle: DRK

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