Hessische DRK-Präsidentin legt Amt nieder - mangelnde Rückendeckung der Delegierten?

Die Präsidentin des DRK-Landesverbandes Hessen ist am Wochenende zurückgetreten. Grund dafür ist, dass eine überarbeitete Satzung bereits im dritten Anlauf scheiterte.

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, ringt der hessische DRK-Landesverband seit Jahren mit dem Bundesverband um die Einführung einer neuen Satzung. Der Bundesverband hatte bereits vor einiger Zeit eine Satzung festgelegt, die in allen Ländern, außer Schleswig-Holstein und Hessen, bereits auf die Länder übertragen worden. Kernelement, so die Zeitung weiter, sei beispielsweise die Organisation des Rettungsdienstes. Doch einige hessische Kreisverbände möchten ihre Satzung nicht aus Berlin diktiert bekommen. Allerdings wollen sie wohl auch keine überarbeitete Satzung, denn die bisherige Präsidentin des hessischen Roten Kreuzes scheiterte nun bereits im dritten Anlauf, berichtet die FAZ weiter. Grund genug für sie, die Flinte ins Korn zu werfen und von ihrem Posten als Präsidentin zurückzutreten.

Ab 2015 muss Bundessatzung des DRK auch für Hessen gelten

Nach eigener Aussage habe Hannelore Rönsch, so die Zeitung weiter, sehr viel "Kraft und Zeit" in die Überarbeitung der Satzung gesteckt und sei nun "enttäuscht und traurig" über die erneute Ablehnung. Vielleicht kann ein neues Präsidium mit neuer Führung zu einer mehrheitsfähigen Satzung gelangen. Vielleicht aber auch nicht. Allerdings müssen die Hessen dann ab 2015, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Bundessatzung ohne Extrawürste hinnehmen - ob sie wollen oder nicht.

Bild: retter.tv Symbolbild 

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