Notfallmedizinische Grenzsituationen – Berg- und Höhlenrettung

Bad Neustadt | am 02.03.2013 - 09:00 Uhr | Aufrufe: 552

9. Notfallmedizinisches Forum in Bad Neustadt ein voller Erfolg, demonstriert wurden Grenzsituationen, vor allem in der Berg- und der Höhlenrettung.

Das 9. Notfallmedizinische Forum in Bad Neustadt ist erfolgreich zu Ende gegangen. Geladen wurde zum gestrigen Samstag, den 2. März zu einer großen Praxisdemonstration,  eingebettet in Fachvorträge und auch Diskussionen. Die Bergwacht Rhön/Spessart zeigte gemeinsam mit der Höhlenrettung aus Lauf a. d. Pegnitz, was für ein breites Spektrum an Aufgaben diese beiden spezialisierten Sparten abdecken können.

Berg- und Höhlenrettung im Zentrum der großen Praxisdemonstration

Dargestellt wird zunächst ein verunglückter Gleitschirmspringer, der Gleitschirm hat sich in einem Baum verheddert und der junge Mann steht nun schlotternd vor Kälte, sich an den Baumstamm pressend auf einem dünnen, schwankenden Ast und ruft nach Hilfe. Die Bergwacht Rhön übernimmt hier die technische Rettung, einer von ihnen erklimmt mit Hilfe von speziellen Steigeisen den Baum, während der zweite unten sichert. Der Verletzte wird zunächst einem kurzen, prüfenden Body Check unterzogen, bevor er angeseilt und vom Baum gelassen wird. Dort legt man ihn auf eine Gebirgstrage und übergibt ihn dem Rettungsdienst, der ab hier übernimmt und die weitere notfallmedizinische Versorgung einleitet.

Bergwacht aus Lauf a. d. Pegnitz ist spezialisiert auf Höhlenrettung

Die zweite große Demonstration wird von der Bergwacht aus Lauf a. d. Pegnitz durchgeführt, ihr Spezialgebiet ist die Höhlenrettung. Dementsprechend geht es auch hinunter in eine Höhle, in der wiederum ein Mann verunglückt ist und nicht mehr aus eigener Kraft herauskommt. Die Bergwachteinsatzkräfte transportieren den Verletzten mit einem Schleifsack, oder einer Nesttrage, die einzige Möglichkeit in der engen Höhle, um überhaupt einen einigermaßen stabilen Transport garantieren zu können.

Gewalt im Rettungsdienst immer wieder ein Thema                                                

Garniert wurde das Forum, das sich an Rettungsassistenten und Notärzte richtete, mit einer Auswahl an Themen, die den tagtäglichen Einsatz betreffen. So wurde über Gewalt im Rettungsdienst gesprochen, ein Thema das leider nicht an Brisanz verliert, auch über juristische Grenzfälle wurde referiert, was vor allem die Kompetenzfrage im Rettungsdienst betraf. Zudem wurden medizinische Grenzsituationen aufgezeigt, um den Einsatzkräften vor Ort manche Entscheidung zu erleichtern, dazu wurden auch Fallbesprechungen und Workshops angeboten. Dass das Angebot sehr gut ankam zeigt alleine die Besucherzahl von über 600, die den Organisatoren eine gute Auswahl der Themen bestätigt.

Weitere Informationen zum Notfallmedizinischen Forum in Bad Neustadt finden Sie hier.

Bildquelle: retter.tv Symbolbild

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