Sanitäter in Kempen verletzt: Retter bekam Tritt in den Rücken

Als ein Kind beim Martinszug in Kempen zusammenbrach, bahnte sich ein Sanitäter den Weg durch die dichte Menschenmenge. Dabei erhielt der Retter von einem Unbekannten einen so starken Tritt in den Rücken, dass ihm Lendenwirbel heraussprangen. Nun ermittelt die Polizei.

Symbolbild RettungsdienstAm Samstag wurde ein Kepmer Sanitäter beim Martinszug verletzt.

Sanitäter gab sich klar zu erkennen

Der Sanitäter wurde am Samstagabend zu Hilfe gerufen, weil ein Kind während des Martinszuges zusammengebrochen war.  Der Sanitäter eilte dem Kind, das Kreislaufprobleme hatte zur Hilfe. Da am Einsatzort viele Menschen unterwegs waren, musste sich der Retter seinen Weg durch die Menschenmenge bahnen. Dabei war der Mann jedoch deutlich als Sanitäter des Roten Kreuzes erkennbar. Außerdem schob er die Menschen mit den Worten „Vorsicht Sanitäter“ zur Seite.

Retter leistete erst dem Kind Hilfe

Nur wenige Meter vor dem Einsatzort bekam der Retter plötzlich einen heftigen Tritt in den Rücken. Er bahnte sich dennoch weiter den Weg durch die Menge um dem Kind zu helfen. Erst nachdem er dem Kind Hilfe geleistet hatte, kümmerte sich der Mann um die Schmerzen, die der Tritt in den Rücken ausgelöst hatte.

Tritt hatte Lendenwirbel ausgerenkt

Dabei bemerkte der Sanitäter, dass ihm durch den Tritt Lendenwirbel herausgesprungen waren. Die Schmerzen wurden immer stärker. Der Sanitäter musste deshalb mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus Kempen gebracht werden. Dort renkte man die Lendenwirbel wieder ein.

Polizei sucht nach Zeugen

Noch gibt es keine Hinweise, wer der Unbekannte war, der den Sanitäter mit seinem Tritt so verletzte. Die Kriminalpolizei ermittelt nun in dem Fall und sucht nach Zeugen. Wer den Vorfall beobachtet hat, soll sich deshalb unter der Rufnummer 02162 3770 melden.

Weitere Informationen zu dem Vorfall in Kempen finden Sie hier.
Bild: retter.tv Archivbild

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