„Wir sind entsetzt“: Feuerwehr veröffentlicht geschockte Erklärung

Kolbermoor | am 18.09.2018 - 10:00 Uhr | Aufrufe: 4492

Am vergangenen Mittwoch ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einem Motorroller. Die Feuerwehr, die zur Sicherung der Unfallstelle alarmiert wurde, musste einige böse Überraschungen erleben.

Bei einem Unfall auf einer Staatsstraße wurde eine Rollerfahrerin verletzt und vor Ort umgehend vom Rettungsdienst versorgt. Um Gaffer zu vermeiden errichtet die Feuerwehr einen Sichtschutz für die Verletzte und leitete Absperr- und Umleitmaßnahmen ein. Nachdem der Rettungsdienst mit der verletzten Person die Einsatzstelle verlassen hatte, mussten die Umleitmaßnahmen trotzdem aufrecht erhalten werden, um der Polizei die zeitaufwendige Aufnahme und Vermessung der Unfallstelle zu ermöglichen. Dies kam bei einigen Autofahrern aber scheinbar nicht gut an.

Mittelfinger für die Einsatzkräfte

In einem Bericht auf ihrer Homepage beschreibt die zuständige Feuerwehr schockierendes Verhalten einiger Autofahrer und zeigt sich entsetzt: „Leider mussten wir bei diesem Einsatz feststellen, dass auch uns die Welle von Respektlosigkeit, Beleidigungen und Gewalt von Bürgern gegenüber Einsatzkräften nicht verschont. Zahlreiche Autofahrer zeigten wenig bis gar kein Verständnis für die geringfügigen Umleitungsmaßnahmen und zeigten unseren Einsatzkräften den Mittelfinger, sprachen Beleidigungen aus oder drohten sogar mit körperlicher Gewalt. Dies passierte den Einsatzkräften der Feuerwehr Kolbermoor in dieser Form zum ersten Mal. Dementsprechend sind wir sehr negativ überrascht und entsetzt.“

„Wir opfern unsere Freizeit für die Sicherheit unserer Mitmenschen“

„Wir opfern unsere Freizeit für die Sicherheit unserer Mitmenschen und machen das auch gerne. Deswegen sind wir umso mehr enttäuscht, wenn uns solche Dinge widerfahren. Bei unseren Einsätzen geht es oft um die Gesundheit und das Leben von Menschen. Genau wie bei diesem Einsatz. Deshalb unsere Frage an die schwarzen Schafe unter den Autofahrern: Möchten Sie sich beleidigen lassen, wenn Sie anderen unentgeltlich helfen oder sich selbst in einer Notsituation befinden und ihre Helfer beleidigt oder bedroht werden?“ Die Feuerwehr kündigt an, die Ausartungen der Autofahrer zur Anzeige zu bringen. Solches Verhalten solle man auf keinen Fall ausufern lassen.

Quelle Text und Bild: Feuerwehr Kolbermoor

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