200.000 Euro-Rohrbruch: Anwohner wollen Feuerwehr verklagen

Bonstetten | am 22.06.2017 - 11:49 Uhr | Aufrufe: 3593

Ein Rohrbruch Mitte März beschäftigt die Anwohner und den Gemeinderat von Bonstetten in Bayern. Die 200.000 Euro sollen anteilig auf die Anwohner abgewälzt werden. Diese machen die Feuerwehr für den extremen Schaden verantwortlich.

Hohe Rechnungen von durchschnittlich 6500 Euro landeten bei den Anliegern einer Straße in Bonstetten vor wenigen Wochen in den Briefkästen. Grund dafür: Am 14. März des letzten Jahres platzte eine Leitung und unterspülte das Gebiet mit hunderttausenden Litern Wasser. Die dringende Sanierung wirft nun viele Fragen auf.

Feuerwehr für Schaden verantwortlich?

Bei einer Sitzung des Gemeinderates kam es nun zum lautstarken Schlagabtausch zwischen Bürgermeister und Anwohnern über das weitere Vorgehen. Die Forderung eines unabhängigen Fachgutachtens wurde abgelehnt. Einige der Anwohner wollen nun selbst gegen die Zahlungsaufforderung vorgehen. Sie sehen die Feuerwehr als Schuldigen für den gesamten Vorfall. Am Unglücksabend habe diese eine ihrer regelmäßigen Übungen durchgeführt. Dabei sei es zur Überlastung der Leitung gekommen, die das Bersten des Rohres verursacht habe. „Wir haben Hinweise und Zeugen“, so einer der Anwesenden gegenüber der Augsburger Allgemeinen.

Bild: retter.tv Symbolbild

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