Absturz simuliert: Kleinjet stürzt auf Campingplatz

Bedburg-Hau/ Weeze – Ein Kleinjet stürzt auf einen Campingplatz. Ein Horrorszenario für Retter. Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus Moers, Sonsbeck und Neukirchen-Vluyn übten gemeinsam mit Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau. Viele weitere Bilder der Übung finden Sie in der retter.tv Bildergalerie!

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Drei Stunden wurden die Retter auf der Trainingsbase Weeze in der realistisch dargestellten Situation gefordert.

Bestes Wetter. Der Campingplatz ist voll. Camper sitzen in und vor ihren Wohnwagen. Alle sind bester Laune. Plötzlich ein Knall. Feuer, Schreie, überall liegen Verletzte. Ein Kleinjet hat die Kontrolle verloren und ist über ein Waldstück auf den Campingplatz gestürzt. Der Flugzeugrumpf liegt im unwegsamen Gelände. Dort sind Passagiere eingeschlossen. Auch hier brennt es. Auf dem Campingplatz werden Personen zusätzlich noch in einem Autowrack eingeklemmt. Die Wohnwagen brennen.

Feuerwehrmänner legen eilig Schläuche aus, laufen ausgerüstet mit Atemschutzgeräten zu den brennenden Flugzeugteilen. Die Einsatzstelle werden in Abschnitte aufgeteilt, Kräfte zum Campingplatz beordert. Sie sollen hier löschen und Verletzte befreien. Darunter auch die im Fahrzeug eingeklemmten Personen. Hierzu muss schweres Rettungsgerät herangetragen werden. Der Einsatzleiter der Feuerwehr, Stefan Veldmeijer, hat alle Hände voll zu tun. Er muss die Einsatzstelle erkunden, die Lage beurteilen und Einsatzkräfte nachfordern.

Das Einsatzszenario ist realitätsnah vorbereitet. Auf der Trainingsbase Weeze lässt sich dies zu Übungszwecke realisieren. Die Verletzten sind täuschend echt geschminkt. Die DLRG Goch hat mit ihren Mimentrupp alle Register der Verletztendarstellung gezogen. Sie schreien vor Panik, weinen vor Schmerzen. Fast 60 ehrenamtliche Einsatzkräfte der DRK Einsatzeinheit 07 (bestehend aus den DRK-Bereitschaften Moers, Neukirchen-Vluyn und Sonsbeck), unter ihnen 21 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bedburg-Hau übten erstmalig zusammen.

Während die Feuerwehr die Brandbekämpfung und die Menschenrettung übernimmt, bereiten die Rettungskräfte einen Behandlungs- und Betreuungsplatz auf. Die Zugführer der DRK-Einsatzeinheit Nicole Riemann und Benjamin Bruckmann teilen ihre Einsatzkräfte ein. So können 25 Verletzte sofort gesichtet, rettungsdienstlich versorgt und Leichtverletzte betreut werden. Ein Leitender Notarzt ist vor Ort. Um einen Transport mit den Rettungs- und Krankenwagen zu organisieren, werden sie von ihm in Kategorien eingeteilt.

Aufgabe aller Einsatzkräfte war es, nach einem Alarm zum Unglücksort zu fahren und dort schnelle Hilfe zu leisten. Was die Helfer erwartete, wurde vorab streng geheim gehalten. Erst als die Rettungs- und Löschtrupps an den Unfallstellen ankamen, erfuhren sie, um welche Art von Unglück es sich handelte. Dabei machten es die Organisatoren des Übungstages es den Übenden keineswegs leicht. Den Rettungskräften wurde damit schwierige Aufgaben vorgesetzt, die in keinem Fall einfach zu lösen waren.

Zum Abschluss der dreistündigen Übung zogen alle Beteiligten eine mehr als positive Bilanz. Die Zusammenarbeit zwischen DRK Helfern und Feuerwehr funktionierte reibungslos, professionell und effizient. Übungsleiter hatten das Geschehen begleitet, so dass bei der Nachbereitung an die Helfer ein Feedback gegeben werden konnte. So lassen sich Handlungsabläufe in Realsituationen planen und realisieren.

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