Bereitschaftsdienst muss entlohnt werden: Betroffene sollten schnell handeln!

Anhand des Falles eines belgischen Feuerwehrmannes hat der europäische Gerichtshof jetzt entschieden: Bereitschaftszeit ist Arbeitszeit. Das hat auch für deutsche Arbeitnehmer Folgen.

 Der Spiegel berichtete von einem Urteil des europäischen Gerichtshofes im Fall eines belgischen Mitglieds der freiwilligen Feuerwehr. In einem Monat hatte er dieser eine Woche Bereitschaftsdienst, in der er ständig einsatzbereit und im Notfall innerhalb von acht Minuten verfügbar sein musste. Und das ohne Entschädigung.

Bereitschaftszeit muss entlohnt werden

Seit 2009 läuft dieses Verfahren bereits, jetzt hat das Gericht ihm recht gegeben: Bereitschaftszeit sei Arbeitszeit und müsse dementsprechend entlohnt werden. Wie diese Entlohnung auszusehen hat, darüber wurde nichts beschlossen. Diese Entscheidung sei die Aufgabe nationaler Gerichte.

Schnell handeln ist angesagt

Der Potsdamer Anwalt für Arbeitsrecht Thomas Becker betont gegenüber dem Spiegel, dass Betroffene ihren Anspruch auf Entlohnung umgehend geltend machen sollten. Denn erst ab diesem Zeitpunkt gäbe es ein Recht auf Entschädigung, sollte der Arbeitgeber den Forderungen nicht nachgehen.

Bild: retter.tv Symbolbild

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