Bergung eines Heizöl-Lkw gestaltet sich als schwierig

Am gestrigen Montagnachmittag gegen 14:00 h kam es auf der Kreisstraße 53 zwischen den Ortschaften Revenahe und Kammerbusch zu einem Unfall, bei dem ein mit Heizöl beladener Tankzug umstürzte. (Zur Bildergalerie)

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Der 47-jährige Fahrer der MAN-Zugmaschine mit Anhänger aus Bargstedt war mit seinem Gespann versehentlich nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und in den Seitenraum geraten. Da dieser durch die allgemeine Wetterlage stark durchweicht war, gelang es ihm nicht, das Fahrzeug wieder zurück auf die Straße zu bekommen. Der MAN blieb bis zur Achse im Seitenraum stecken und der Anhänger stürzte auf die Seite. Dabei hielt zum Glück die Hülle der Tanks und es lief kein Gefahrstoff aus. Der Fahrer hatte ebenfalls Glück im Unglück und blieb bei der Havarie unverletzt.

Schwierige Bergungs-Voraussetzungen

Der Versuch, den Kraftstoff umzupumpen und die Bergung dann mit Hilfe eines Bergungsunternehmers durchzuführen, führte im ersten Angriff nicht zum Erfolg. Die Gefahr dass dabei ein Tank beschädigt werden könnte war zu groß. Gegen 16:50 Uhr wurden dann dazu die Feuerwehr aus Harsefeld sowie anschließend die Umwelteinheit aus Neukloster, das Umweltamt des Landkreises sowie die Ortswehren Revenahe und Ruschwedel alarmiert.

Feuerwehrkameraden in Bereitschaft

Der Plan sah vor, das Heizöl über ein vorhandenes Ventil abzupumpen, was aber misslang. Die Gefahrgutspezialisten entschlossen sich dann, die widerstandfähige Sicherheitstankhülle von außen mit hydraulischem Schneidgerät in jeden Segment zu öffnen. Mit Schutzanzügen und bereitgehaltenem Löschschaum standen Feuerwehrleute die gesamte Zeit in Bereitschaft, brauchten am Ende dann aber glücklicherweise nicht eingreifen.

Bergung zieht sich bis in die frühen Morgenstunden

Nach vier Stunden waren die Tanks dann leer, so dass die Bergungsfirma anschließend gegen Mitternacht den Tankanhänger bergen konnte. Die Kreisstraße musste für die Zeit der Unfallaufnahme und die Bergungsarbeiten bis gegen 01:00 Uhr voll gesperrt werden, der Verkehrs wurde mit Hilfe der Feuerwehr und der Straßenmeisterei weiträumig umgeleitet. Es kam dabei zu keinen größeren Verkehrsbehinderungen. Der Einsatz der Feuerwehr endete gegen 01:00 Uhr, die Bergungsarbeiten waren gegen 05:30 Uhr abgeschlossen. Der Gesamtschaden bei dem Unfall dürfte sich auf mindestens 100.000 Euro belaufen. Hier geht's zur retter.tv Bildergalerie mit interessanten Eindrücken vom Einsatz!

Quelle und Bilder: Polizeiinspektion Stade

 

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