Betrunken zum Einsatz: Wehrführer zu 1400 Euro Geldstrafe verurteilt

Ratzeburg | am 19.02.2015 - 10:44 Uhr | Aufrufe: 15211

Weil ein ehrenamtlicher Feuerwehrmann und Rettungsassistent mit 1,7 Promille im Blut zum Einsatz fuhr und auf dem Weg einen Unfall baute, wurde er am gestrigen Mittwoch vom Amtsgericht Ratzeburg zu einer Geldstrafe von 1400 Euro und 14 Monaten Fahrverbot verurteilt.

Wie die Ln-online berichtete, muss sich der Feuerwehrmann wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Trunkenheit im Verkehr und unerlaubten Entfernens vom Unfallort verantworten. Der 51-Jährige kam auf dem Weg zum Einsatz mit erhöhter Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab und rammte ein Schild sowie einen Stromkasten und fuhr einfach weiter nach Hause.

Zeugen beobachten Unfall

Da Zeugen den Unfall jedoch beobachtet hatten und der 51-Jährige die Polizei nicht verständigte, suchte die Polizei den Feuerwehrmann kurze Zeit später zuhause auf und führte einen Alkoholtest durch. Seinen Führerschein muss der 51-Jährige für 14 Monate abgeben, so Ln-online. Sein Amt als Wehrführer sowie als stellvertretender Bürgermeister legte er nieder. Die Richter und Staatsanwaltschaft wiesen den Feuerwehrmann auf sein verantwortungsloses Verhalten hin. Schließlich nahm er die Gefahr für Leib und Leben anderer in Kauf.

Bei Eingang des Alarms: Adrenalinkick

Der 51-Jährige gab an, dass er sich bei Eingang des Alarms schlagartig nicht mehr betrunken fühlte und einen Adrenalinkick hatte. Zuvor hatte er rund acht halbe Liter getrunken. Nach dem Unfall wollte er den Bürgermeister sowie den Stromversorger aufgrund des zerstörten Stromkastens anrufen.

Milderes Urteil

Zunächst wollte die Staatsanwaltschaft den Mann zu 2100 Euro verklagen. Das verhängte Urteil fiel nach Angaben von Ln-online hingegen milder aus, da der Feuerwehrmann nicht vorbestraft und zudem geständig war. Darüber hinaus plant er einen Alkohol-Präventionskurs. Als Rettungsassistent darf er weiterhin tätig sein.

Bild: retter.tv Symbolbild

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