Bichl: Fieberthermometer löst Feuerwehreinsatz aus

Die Feuerwehr Bichl musste am Mittwochabend zu einem ungewöhnlichen Einsatz ausrücken.

Feuerwehr SymbolbildGegen 22.15 Uhr wurde die Feuerwehr Bichl alarmiert, weil ein 46-jähriger Mann in seiner Küche versehentlich ein Fieberthermometer auf den Boden fallen gelassen hatte. Das ältere Fieberthermometer war mit Quecksilber gefüllt. Quecksilber ist ein Schwermetall, das bereits bei normaler Raumtemperatur flüssig wird und giftige Dämpfe absondert. Es ist silbrig glänzend und besonders giftig wenn es zum Beispiel mit der Nahrung aufgenommen wird. Früher wurde Quecksilber standardmäßig in Thermometern verwendet, seit April 2009 dürfen Quecksilber-Thermometer innerhalb der EU jedoch nicht mehr verkauft werden. Das Quecksilber in dem Fieberthermometer des Mannes aus Bichl hatte sich auf dem gesamten Küchenboden verteilt, der 46-jährige alarmierte deshalb die Feuerwehr.

Feuerwehr Bichl wegen Fieberthermometer im Einsatz

Acht Einsatzkräfte der Feuerwehr Bichl rückten am Mittwochabend zu der Wohnung in Bichl an. Mit spezieller Schutzkleidung und unter Atemschutz entfernten die Kameraden der Feuerwehr das Quecksilber aus der Küche. Die Küche wurde anschließend belüftet und das Schwermetall fachgerecht entsorgt. Ein Mitarbeiter der Werkfeuerwehr Roche in Penzberg stand den Einsatzkräften der Feuerwehr Bichl beratend zur Seite. Das Gesundheitsamt in Bad Tölz wurde ebenfalls über den Einsatz informiert. Nach rund einer Stunde konnte der Einsatz der Feuerwehr Bichl erfolgreich beendet werden.

Feuerwehr Bichl gibt Ratschläge zu Quecksilber

Sollte Quecksilber, zum Beispiel aus einem Thermometer austreten, empfiehlt die Feuerwehr Fenster und Türen des betroffenen Raumes zur Belüftung zu öffnen. Türen, die in andere Bereiche des Hauses oder der Wohnung führen, sollten hingegen geschlossen werden um eine Ausbreitung der giftigen Dämpfe zu verhindern. Personen sollten den betroffenen Bereich sofort verlassen und bei größeren Quecksilber-Mengen sofort die Feuerwehr alarmieren. Kleinstmengen können selbst in einen luftdichten Behälter aufgenommen werden, Hautkontakt ist aber unbedingt zu vermeiden. Die Feuerwehr empfiehlt, dass eventuell noch vorhandene Quecksilberthermometer fachgerecht entsorgt werden.

Mehr zu dem Einsatz der Feuerwehr Bichl wegen eines Fieberthermometers lesen Sie hier

Bild: retter.tv Symbolbild

 

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