Brand eines Papierlagers in Bergisch Gladbach

Am Montagabend wurde die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises von einer automatisch ausgelösten Brandmeldeanlage in einem Papierlager in Bergisch Gladbach alarmiert.

Brand eines Papierlagers in Bergisch Gladbach

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Die beiden hauptamtlichen Wachen Nord und Süd und ein Rettungswagen wurden zum Einsatzort geschickt. Als ein Anwohner starken Brandgeruch meldete, wurden auch die ehrenamtlichen Löschzüge Stadtmitte und Paffrath/Hand alarmiert.

Der Einsatzleiter löste umgehend Stadtalarm für die Feuerwehr Bergisch Gladbach aus

Bei Eintreffen der ersten Einheit an der ausgelösten Brandmeldeanlage konnte eine starke Rauch- und Hitzeentwicklung in einem Papierrollenlager festgestellt werden. Der Einsatzleiter löste umgehend Stadtalarm für die Feuerwehr Bergisch Gladbach aus.

In der Halle brannten eine unklare Anzahl von gelagerten Papierrollen

In der Halle brannten eine unklare Anzahl von gelagerten Papierrollen (ca. 2 Meter Durchmesser). Diese Papierrollen waren bis auf eine Höhe von ca. 15 Meter gestapelt. Die bauseitig installierte stationäre Löschanlage (Sprinkler) hatte ausgelöst und flutete den Lagerbereich mit bis zu 22.000 Litern Löschwasser pro Minute.

Das Stadtgebiet von Bergisch Gladbach wurde laufend mit einem Messfahrzeug kontrolliert

Zusätzlich zu den Einsatzkräften der Feuerwehr Bergisch Gladbach wurde die IuK-Gruppe (Information- und Kommunikation) des Rheinisch-Bergischen Kreises mit dem Einsatzleitwagen (ELW2) zur Unterstützung der Einsatzleitung vor Ort alarmiert. Die Feuerwehreinsatzleitung wurde durch Führungskräfte der Feuerwehr Bergisch Gladbach, Kräften der Polizei und des THW sowie Mitarbeitern der betroffenen Firma gebildet. Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden ist ebenfalls an der Einsatzstelle vor Ort und wurde beratend in der Einsatzleitung tätig. Die Gesamteinsatzleitung wurde von Stadtbrandinspektor Frank Haag übernommen.

Das Stadtgebiet von Bergisch Gladbach wurde laufend mit einem Messfahrzeug aus Bergisch Gladbach und Wermelskirchen kontrolliert. Mit den der Feuerwehr zur Verfügung stehenden Mitteln konnte trotz der zeitweisen Geruchsbelästigung eine Gefährdung der Bevölkerung ausgeschlossen werden.

Zwischenzeitlich wurde zusätzlich als überörtliche Hilfeleistung ein Fahrzeug der Feuerwehr Rösrath sowie der Löschzug Immekeppel der Feuerwehr Overath in Dienst gestellt.

Die Feuerwehr Köln wurde mit einer speziellen Schaumkomponente an die Einsatzstelle nachgefordert

Um einen massiven Schaumeinsatz über das Dach vornehmen zu können, wurde die Feuerwehr Köln mit einer speziellen Schaumkomponente (Einheiten der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Köln mit einer großen Menge an Schaummittel und Spezialpumpen und 11 Einsatzkräften) an die Einsatzstelle nachgefordert. Um den Schaumangriff über das Dach der Halle vornehmen zu können wurde der Teleskopmast der Flughafenfeuerwehr Köln/Bonn alarmiert. Dieser Teleskopmast ermöglicht das Arbeiten in bis zu 52 Metern Höhe.

Nach Beratung durch einen Statiker und einer Fachfirma wurde die Teilöffnung der Seitenwand vorbereitet

Nach Beratung durch einen Statiker und einer Fachfirma wurde schließlich die Teilöffnung der Seitenwand auf einer Länge von ungefähr 7 Metern vorbereitet. Hierzu wurde ein so genannter Langarmbagger einer Spezialfirma aus Köln angefordert.

Die Öffnung der Seitenwand mittels Spezialgerät hat den erwarteten Erfolg gebracht. In der Nacht wurden ca. 200 Papierrollen aus dem Objekt verbracht und vorhandene Brand- und Glutnester durch Kräfte der Feuerwehr abgelöscht.

 

Quelle: HBM Elmar Schneiders, Pressesprecher
Einsatzleiter StBI Jörg Huppatz

 

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