Bundeswehr warnt: Brennende Carbonfasern können Krebs verursachen

Deutschland | am 11.08.2014 - 13:32 Uhr | Aufrufe: 3136

Das NDR Magazin „Hallo Niedersachsen“ hat sich mit dem Krebsrisiko beschäftigt, das bei Unfällen mit Bränden von Carbonfasern ausgeht. Selbst Feuerwehrleute in Schutzkleidung sind vor der Gefahr nicht hundertprozentig sicher.

Die NDR-Sendung „Hallo Niedersachsen“ war zu Besuch beim Forschungsinstitut der Bundeswehr in Erding bei München. Dort wird untersucht, ob von einem brennenden Flugzeug-Wrack eine Krebsgefahr ausgeht. Bei den Untersuchungen geht es auch darum, ob Feuerwehrleute trotz Schutzkleidung vor der Gefahr sicher sind. Das tückische an dem Stoff ist nämlich, dass vor allem dessen Asche in die Atemluft gerät. Aus diesem Grund können von Unfällen mit Material aus Carbonfaser besondere Gefahren ausgehen.

CKF kann Tumore in der Lunge verursachen

Bei hohen Temperaturen ab 650 Grad verwandelt sich der Stoff CKF in einem gefährlichen Partikelstaub, der in die Lungen geraten kann. Da die Fasern durch die starke Hitze noch kleiner werden, bleiben sie nämlich nicht in der Nasenschleimhaut stecken. Wie der NDR weiter berichtet, können die Fasern in der Lunge schwere Schäden anrichten. Gelangen sie nämlich in den Lungenspalt, lösen sie dort spezielle Tumore aus. Allerdings hat noch keine Studie die Krebswirkung wirklich bewiesen, weshalb CKF bisher nur als krebsverdächtiger Stoff eingestuft wird.

Warnung an Feuerwehrleute, Polizisten und Rettungsdienstmitarbeiter

Obwohl es noch keine stichfesten Beweise für die Krebswirkung von Carbonfasern gibt, rät die Bundeswehr bestimmten Berufsgruppen, wie Feuerwehrleuten, Polizisten oder Rettungsdienstmitarbeitern, die bei einem Unfall mit brennendem CKF in Berührung kommen können, zum Schutz von Haut und Schleimhäuten.

 

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Bild: retter.tv Symbolbild

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