Dank und Segen für alle, die retten

Nördlingen | am 11.10.2011 - 18:00 Uhr | Aufrufe: 228

500 Menschen waren der Einladung der evangelischen Kirchengemeinde Nördlingen zum zweiten Blaulicht-Gottesdienst in der St.-Georgs-Kirche gefolgt.

Dank und Segen für alle, die rettenEtwa die Hälfte davon waren Mitarbeiter und Mitglieder der verschiedenen Polizeidienststellen oder Hilfsorganisationen des Landkreises Donau-Ries: Feuerwehr, THW, Rotes Kreuz, DLRG, Johanniter. Während des Gottesdienstes waren auf dem Marktplatz gut sichtbar die verschiedenen Einsatz- und Rettungsfahrzeuge postiert.

„Wir wollen für Sie und Ihren Dienst beten, wir wollen um den Segen Gottes für Ihre Arbeit bitten und Ihnen danken für die Hilfe, die Sie leisten“, formulierte Diakon Michael Jahnz das Anliegen dieses besonderen Gottesdienstes. Den Anstoß dazu habe Polizeihauptmeister Ralf Breitenberger gegeben, betonte der Diakon. Breitenberger selbst stellte dann die einzelnen Organisationen vor. Im Mittelpunkt standen damit all diejenigen, die beruflich oder ehrenamtlich schützen und retten.

Sie standen auch im Mittelpunkt der Predigt von Notfallseelsorger Pfarrer Jochen Maier: „Stell dir vor, du brauchst Hilfe und keiner weiß wie, keiner kommt, keiner hilft“, das sei ein Albtraum, sagte Maier. Feuerwehr und Polizei, Rotes Kreuz, Johanniter oder THW sorgten dafür, dass dieser Albtraum nicht Wirklichkeit werde. Bei den verschiedenen Einsätzen gerieten die Hilfskräfte aber immer wieder in Extremsituationen: „Sie wandern zwischen vollem Einsatz und totaler Erschöpfung, erfahren Scheitern und Gelingen.“ Manchmal könne das einen aufreiben und man frage sich, was das bringe. Man frage sich, ob die Leute das überhaupt wertschätzen würden. Den Körper, so Maier, den schütze man mit Schutzkleidung. „Aber was ist mit unserer Seele? Muss man die nicht vor Verletzungen schützen?“ Gegenseitige Achtsamkeit und nachsorgende Gespräche seien ein solcher Schutz, ebenso wie Zeiten der Stille und Besinnung: „Besinnung auf den, der uns trägt und hält, der uns hilft, den Glauben an das Gute nicht zu verlieren.“

Nach den Grußworten von Oberbürgermeister Hermann Faul und Landrat Stefan Rößle versammelten sich die Gottesdienstbesucher vor der Kirche St. Georg auf dem Marktplatz und sprachen im Schein der eingeschalteten Blaulichter der Einsatzfahrzeuge gemeinsam das Vaterunser.

Im Anschluss an den Gottesdienst, der musikalisch vom Posaunenchor unter der Leitung von Pfarrerin Dr. Ute Baierlein und Kirchenmusikdirektor Udo Knauer gestaltet wurde, lud man ins Gemeindezentrum St. Georg zu Gespräch und Begegnung ein.

Text und Bild: heja

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