Datenbrille zum Verringern der Gefahr in den Flammen

Wien | am 29.06.2013 - 10:07 Uhr | Aufrufe: 3177

Als ob es nicht schwer genug wäre sich in brennenden Gebäuden zu orientieren, erschweren zudem oft Rauchschwaden den Feuerwehrleuten die Sicht. Diesem Problem möchte die TU Wien durch Beteiligung am EU-Projekt PROFITEX in den Griff bekommen.

Datenbrille zum Verringern der Gefahr in den FlammenEine 3D-Kamera erfasst die Umgebung und leitet ein virtuelles dreidimensionales Abbild des Gebäudes an die Einsatzleitung weiter. Eine Wärmebildkamera erkennt Gefahren und blendet auf einem durchsichtigen Display den Feuerwehrleuten wichtige Information direkt ins Gesichtsfeld ein.

Virtuelles Bild für bessere Orientierung

Die Feuerwehrleute wissen bei einem Brand nie was sie erwartet. Erst einmal nach einem Gebäudeplan zu suchen, ist wenn ein Haus brennt nicht möglich. Die 3D Kameras am Helm können ein virtuelles Abbild des Gebäudes in Echtzeit erstellen und es nach draußen zur Einsatzleitung schicken. Dadurch erhält die Einsatzleitung einen genauen Überblick über die Lage und kann die Einsatzkräfte dementsprechend koordinieren.

Eine "Lifeline" zur Datenübertragung

Über eine „Lifeline“ kann die Datenübertragung gewährleistet werden. In vielen Ländern sind Feuerwehrleute beim Betreten brennender Gebäude durch ein Seil mit der Außenwelt verbunden, sodass sie auch bei schwierigen Bedingungen den Weg nach draußen wieder finden. In diesem Seil kann auch das Datenkabel geführt werden. Dies ermöglicht eine höhere Daten-Übertragungsrate und eine höhere Übertragungssicherheit, als mit Funk möglich wäre.

Infrarot-Kameras am Helm

Zusätzliche Infrarot-Kameras liefern einen Vorteil der neuen Feuerwehrhelme. Direkt am Helm-Display lässt sich die Information anzeigen, wo genau große Hitze herrscht. Eine dunkelrot eingefärbte Tür am Helmdisplay besagt: Dort ist es heiß. „Augmented Reality“ wird es genannt, wenn unsere Realität mit zusätzlichen nützlichen Informationen ausgestattet wird. Zudem kann das Wärmebild helfen, Personen zu finden, die gerettet werden sollen.

Infrarot-Laserstrahlen durchdringen dichten Rauch

Infrarot-Laserstrahlen bringen eine weitere Verbesserung. Infrarotstrahlen können auch dichte Rauchschwaden durchdringen und für Orientierung sorgen.

Zu viele Informationen im Einsatz?

Nach unzähligen Verbesserungsmöglichkeiten am Helm soll nun jedoch noch erforscht werden, wie viele Informationen in Stresssituationen aufgenommen werden können. Wenn zu viele Daten vor den Augen der Feuerwehrleute aufgezeigt werden, wird eventuell Wichtiges übersehen aufgrund von Überforderung.

Quelle: TU Wien

 

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