Diese Drohne könnte die Feuerwehr revolutionieren (wenn es sie gäbe)

Bad Schönborn | am 03.04.2017 - 08:18 Uhr | Aufrufe: 1204

Mit der am 01.04. offiziell in Dienst gestellten Erkundungs- und Hilfeleistungsdrohne (Typ EHD 5) revolutioniert die Abteilung Mingolsheim der Feuerwehr Bad Schönborn den Einsatzablauf.

Bislang wissen Rettungskräfte nur sehr vage, was sie am Einsatzort erwartet. Sind sie dort angekommen vergeht wertvolle Zeit für eine gründliche Erkundung und eine eventuelle Nachalarmierung von weiteren Fahrzeugen. Dies ändert sich mit der Feuerwehrdrohne grundlegend. Wird die Abteilung zu einem Einsatz alarmiert analysiert eine von Mingolsheimer Feuerwehrleuten geschriebene Software die Einsatzdaten. Liegt der Einsatzort in einem Radius von 5 Kilometern um das Feuerwehrhaus startet sie die Drohne automatisch und lässt sie zum Einsatzort fliegen. Bis das erste Einsatzfahrzeug ausrückt ist die 80 km/h schnelle Drohne bereits am Einsatzort und erkundet diesen durch die Software selbstständig. Per Tablet kann der Gruppenführer die Videodaten auswerten, den Einsatz planen und gegebenenfalls weitere Rettungskräfte nachalarmieren. Entscheidende Minuten, die Leben retten können.

Zur Erkundung ist die Drohne mit einer 4K Videokamera und einer Wärmebildkamera ausgestattet. Außerdem verfügt sie über ein Mikrofon und kann über einen Lautsprecher Durchsagen machen. In Übungen konnte sich die Drohne durch diese Fähigkeiten bereits beweisen. Nun muss sie sich bei Einsätzen bewähren bevor weitere Feuerwehren damit ausgestattet werden können.

Drohne könnte HLF ersetzen

Für die Zukunft haben die Mingolsheimer zahlreiche Erweiterungen auf dem Plan. Ab Juni wird das Live-Bild auch zur integrierten Leitstelle in Karlsruhe übertragen. Bei bestimmten medizinischen Notfällen soll es ab Ende des Jahres möglich sein, dass die Drohne einen Defibrillator aufnimmt und zur Einsatzstelle fliegt. Dort kann er dann von Ersthelfern eingesetzt werden. Durch die Zusammenarbeit mit einem namhaften Hersteller von Wasserwerfern soll es ab dem nächsten Jahr möglich sein, dass die Software die Bilder der Wärmebildkamera auswertet und damit hochpräzise einen Werfer steuert. Damit kann der Wasser- und insbesondere der Schaumbedarf bei Bränden gesenkt werden. Ob es bei zukünftiger flächendeckender Nutzung von Drohnen möglich ist (H)LF 20 vermehrt durch (H)LF 10 zu ersetzen muss sich zeigen.

Leider handelt es sich auch hierbei nur um einen Aprilscherz ;)

Quelle: Paul Weiser/Feuerwehr Bad Schönborn Abt. Mingolsheim

Video: YouTube/Channel: Feuerwehr Mingolsheim

Bild: retter.tv Symbolbild

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