Drehleiter „Leila“ kehrt zurück

Schwandorf | am 26.04.2013 - 09:31 Uhr | Aufrufe: 2480

Die historische Drehleiter aus dem Jahr 1938 kehrt nach Hause in die Feuerwache Schwandorf. Das gute Stück hat auf Reisen einiges erlebt…

Drehleiter „Leila“ kehrt zurückMit tatkräftiger Unterstützung des THW Schwandorf konnte die historische Drehleiter am Freitag mit einem Tieflader von Oberviechtach nach Schwandorf überbracht werden. Dieses spektakuläre Eintreffen war Grund genug, um einen Festabend zur Vorstellung von Leila zu feiern.

Völlig funktionsfähig

Eine sehr gute Verfassung wird der historischen Drehleiter zugeschrieben, trotz vieler Jahre auf dem Buckel. Alle wichtigen Teile sind vorhanden, das Getriebe ist funktionsfähig und sogar Einzelteile wie die originalen Holz-Unterleger für die Abstützung und das originale Nummernschild sind da.

Weltweit die Einzige ihrer Art

Gerade einmal vier dieser Prachtexemplare des Typs „KLH 20“ hat die Firma Magirus aus Ulm auf dem eigens für Feuerwehren hergestellten Fahrgestell der Firma HansaLoyd aus Bremen hergestellt. Leila ist die einzige weltweit in originaler Ausführung.

Leila wurde durch Reichsmark bezahlt

Im Jahr 1938 wurde die KLH 20 als Ersatz für eine bisher verwendete Anhängeleiter von der Stadt Schwandorf gekauft. 14.288,75 Reichsmark mussten damals für das gute Stück bezahlt. Übergebracht wurde das Fahrzeug an die Feuerwehr Schwandorf schließlich am 31. August 1938 und zunächst wurde damit eifrig geübt, bevor es in Dienst gestellt wurde. Im Dienste der „Feuerlöschpolizei“ war das Fahrzeug noch grün lackiert. Erst nach dem Krieg wurde eine neue, rote Lackierung, vorgenommen.

60 PS unter der Haube

Leila verbrachte ein Teil ihrer Dienstzeit sogar in Nürnberg, wo nach schweren Bombenangriffen große Teile der Stadt in Flammen standen. Die Fahrt dorthin dauerte wohl etwas länger, angesichts der Tatsache, dass lediglich 60 PS zu Verfügung standen und die Höchstgeschwindigkeit 50 km/h betrug.

Ein Kraftakt

Zwei Mann konnten lediglich im Führerhaus Platz nehmen, während alle anderen auf Bänken saßen, die im Freien auf dem Podium waren. Auch die Sicherheit war nur durch Lederriemen, an welchen man sich festhalten konnte, gesichert. Manneskraft wurde zudem beim Aufstellen der Leiter gefordert. Mechanisch war an Leila nichts zu bewegen.

Lesen Sie hier mehr über Leila.

 

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