Einbetonierte Feuerwehr-Steckpfosten behindern Einsatzfahrt

Bei einem Brand in einer Kleingartenanlage stand die Feuerwehr vor einigen Problemen. Unter anderem sorgten einbetonierte Steckpfosten für eine erhebliche Verzögerung der Einsatzfahrt.

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Vergangenen Samstag wurde die freiwillige Feuerwehr Lehrte zu einem Feuer in einer Kleingartenkolonie alarmiert. Eine der Lauben brannte. Der Eigentümer alarmierte die Feuerwehr und unternahm vergebens erste Löschversuche mit mehreren Feuerlöschern. Anschließend entfernte er dort befindliche Gasflaschen aus dem Gefahrenbereich und konnte sich dann mit der Ehefrau und dem gemeinsamen Hund nur noch vor dem Feuer retten und die Feuerwehr beim Eintreffen einweisen.

Schnelle Abnahme der Steckpfosten unmöglich

Nach einer ersten Erkundung durch die Einsatzleitung wurde die Alarmstufe erhöht und weitere Feuerwehrkräfte hinzu alarmiert. Die eingetroffenen ehrenamtliche Einsatzkräfte waren jedoch vor Ort vor eine Herausforderung gestellt: Die für jeden Bürger bekannten Rot-Weiß Markierten Pfosten (Feuerwehr-Steckpfosten) an der Zuwegung konnten nicht, wie sonst an anderen Einsatzstellen üblich, schnell per Hand und Universalschlüssel entnommen werden: sie waren fest einbetoniert.

Einsatz von Hydraulik-Werkzeug kostet wertvolle Zeit.

Aufgrund dessen musste die Einsatzfahrt vor dem Gelände unterbrochen werden. Für das Befahren des Geländes mussten die einbetonierten Steckpfosten kurzer Hand unter Einsatz von hydraulischem Werkzeug abgeschnitten werden. Der daraus entstandene Zeitverlust führte letztlich dazu, dass eine vollkommene Zerstörung der Laube nicht mehr auszuschließen war: die Laube stand bereits in Vollbrand.

Lage der Laube birgt zweite Herausforderung des Einsatzes

Die zweite Herausforderung stellte die Lage der Laube dar: Sie konnte nur über kleine Wege erreicht werden, ein direktes Anfahren mit dem Fahrzeug war nicht möglich. Für ein effektives Löschen musste von den Kameraden also eine lange Wasserversorgung aufgebaut werden.

Laube konnte nicht mehr gerettet werden

Unter schwerem Atemschutz übernahmen schließlich 6 Trupps den Löschangriff mit 2 C-Strahlrohren. Niemand wurde verletzt, ein Übergreifen auf weitere Bereiche konnte Verhindert werden, die Laube viel jedoch gänzlich den Flammen zum Opfer. Zur Brandursache und Schadenshöhe können derzeit keine Angaben gemacht werden.


Quelle Text und Bild: Freiwillige Feuerwehr Lehrte

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