Einsatz seltenen Ausmaßes: Lagerschuppen in Brand

Welche Ausmaße ein Feuerwehreinsatz zwischenzeitlich annehmen kann, zeigt der Einsatz zahlreicher Feuerwehren und Rettungsdienste in Düsseldorf. Eine Lagerhalle war in Brand geraten und die 80 Einsatzkräfte waren einige Stunden im Einsatz!

Ein unklarer Feuerschein, der über die Leitstelle der Deutschen Bahn an die Feuerwehr Düsseldorf gemeldet wurde, zog zeit- und personalintensive Löscharbeiten nach sich. Ein rund zehn Mal 20 Meter großes Gebäude brannte beim Eintreffen der ersten Einheiten bereits lichterloh. Das Löschwasser musste über eine rund anderthalb Kilometer lange Strecke aus dem Unterbacher See entnommen werden. Nach rund zwei Stunden waren die Flammen unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden an. Es kamen keine Menschen zu schaden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Bahn meldet gewaltigen Lagerbrand

Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn meldete der Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf kurz nach Mitternacht einen Feuerschein im Bereich der Straße Am Kleinforst. Noch als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwache Werstener Feld sich auf der Weg zum Einsatzort befanden, gingen weitere Notrufmeldungen bei der Feuerwehr ein. Beim Eintreffen der ersten Einheiten brannte das zehn Mal 20 Meter große, anderthalb geschossige Gebäude bereits lichterloh. Zeitgleich mit den ersten Löschmaßnahmen wurden weitere Einheiten nachgefordert, um die Löscharbeiten aber auch die ausreichende Versorgung mit Löschwasser bei dem Einsatz sicherzustellen.

Löschwasserleitung über sehr lange Strecke

Dazu wurde in der Anfangsphase mit vier Tanklöschfahrzeugen, die zwischen der Brandstelle und dem zwei Kilometern entfernten Hydranten pendelten, das Löschwasser bereitgestellt. Zeitgleich dazu bauten Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren eine leistungsstarke Wasserversorgung vom Unterbacher See zum Brandobjekt auf. Dafür mussten rund 3.000 Meter Schlauch und mehrere Pumpen auf der rund 1.500 Meter langen Strecke installiert und bedient werden. Die Löscharbeiten konnten im weiteren Verlauf aufgrund der Einsturzgefahr des Gebäudes nur von außen durchgeführt werden.

Einsatz erfordert härtere Geschütze

Insgesamt drei Strahlrohre und zwei Wasserwerfer über Drehleitern waren notwendig, um ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern, was auch gelang. Um einen schnelleren Löscherfolg zu erzielen, setzte die Feuerwehr dem Löschwasser ein sogenanntes Netzmittel um schneller in die tieferliegenden Brandnester zu gelangen. In dem Zuge begleitete ein Mitarbeiter des städtischen Umweltamtes den Einsatz vor Ort.

Zeitintensive Nachlöscharbeiten

Nach rund zwei Stunden waren die Flammen unter Kontrolle, allerdings folgten danach noch zeitintensive Nachlöscharbeiten. Viele Glutnester hatten sich im Drempel - dem Übergang zwischen den Außenmauern und dem Dachstuhl - gebildet und konnten erst nach Entfernung der äußeren Verkleidung abgelöscht werden.Mit mehreren Lüftern wurde das Gebäude vom Brandrauch befreit. Aufgrund der unklaren Brandursache hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Viel Personal im Einsatz - Menschen bleiben verschont

Nach fünf Stunden kehrten die letzten Einsatzkräfte der Feuerwehr zu ihren Wachen zurück. Im Einsatz waren insgesamt 80 Feuerwehr- und Rettungsdienstkräfte der Wachen Werstener Feld, Behrenstraße, Hüttenstraße, Quirinstraße, Gräulinger Straße, Flughafenstraße sowie die Freiwilligen Feuerwehren Unterbach, Garath, Umweltschutzzug sowie der Technik- und Kommunikationszug. Bei einer geplanten Brandnachschau gegen 8.30 Uhr durch die Einsatzkräfte der Wache Werstener Feld mussten noch vereinzelte Glutnester abgelöscht werden. Es kamen keine Menschen bei dem Einsatz zu schaden. Nach Einschätzung des Einsatzleiters der Feuerwehr wird der entstandene Sachschaden, mindestens 100.000 Euro geschätzt.

Text: Feuerwehr Düsseldorf

Bild: retter.tv-Symbolbild

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