Feststeckender LKW erfordert Milimetereinsatz

In so eine Situation muss man sich auch erstmal bringen: Ein LKW-Fahrer in Weinheim geriet in eine enge Gasse und konnte bald weder vor noch zurück. Feuerwehr, Polizei und schweres Gerät schafften Abhilfe. In unserer Bildergalerie seht ihr den Ablauf genau!

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Zu einem nicht alltäglichen Einsatz musste die Feuerwehr Weinheim am Donnerstagmittag, 14.03.2019, gegen 13:30 Uhr in die Innenstadt ausrücken. Der Fahrer einer Spedition wollte mit seinem Lastwagen im Bereich Tannenstraße Ecke Lindenstraße etwas anliefern. Durch die engen Gassen hatte er sich irgendwann so eingefahren, so dass nichts mehr nach vorne und nach hinten ging. Da der Lastwagen die Gasse komplett versperrte, kam auch die Polizei Weinheim zur Hilfe. Da diese dem Fahrer so aber auch nicht weiterhelfen konnten, wurde die Feuerwehr Weinheim dazu gerufen, da ein Abschleppfahrzeug nicht in die Gasse hätte fahren können.

Komplexer Einsatz erfordert schweres Gerät

Die Einsatzkräfte sicherten zunächst die Einsatzstelle und sondierten die Lage. Da der Auflieger bereits an einer Hauswand anlag und die Zugmaschine nicht mehr bewegt werden konnte, entschied man sich dazu den Auflieger frei zu heben. Mit Unterbaumaterialien wurde die betroffene Hauswand geschützt. Über die Werkfeuerwehr Freudenberg konnte die auf dem Werksgelände ansässige Firma CBRE zur Unterstützung nachgefordert werden. Diese brachten mit Polizei und Feuerwehr Eskorte einen großen Stapler an die Einsatzstelle.

Milimeterarbeit zahlt sich aus

Mit diesem konnte der Auflieger soweit auf die Mitte der Tannenstraße gehoben werden, so dass der Lastwagen langsam wieder rückwärts Richtung untere Hauptstraße fahren konnte. Zuvor waren die Anwohner aufgefordert worden Ihre Fahrzeuge zu entfernen, damit es für das Manövrieren des LKW´s aus der engen Bebauung einfacher war. Nachdem der LKW aus der Tannenstraße gefahren werden konnte, musste er noch am Rodensteiner Brunnen vorbei. Auch hier wurde den Einsatzkräften einiges abverlangt und in Millimeterarbeit der LKW langsam aber sicher auf den richtigen Weg gebracht. Auch hier musste der Gabelstapler eingesetzt werden. Da das Gespann freigehoben wurde und abschüssig stand, musste die Zugmaschine mit einer Seilwinde des Rüstwagens der Weinheimer Feuerwehr gesichert werden.

Fazit: Kräftezehrender Einsatz endet erfolgreich

Nach drei Stunden gegen 16:30 Uhr hatte die Feuerwehr gemeinsam mit dem sichtlich erleichterten Fahrer und den Mitarbeitern der Firma CBRE den LKW befreit. Durch das umsichtige Handeln aller Beteiligten konnte ein Sachschaden verhindert werden. Der Fahrer konnte seine Rückfahrt nach Nordrhein-Westfalen über die breite gut ausgebaute Grundelbachstraße in Richtung Autobahn starten. Diese Fahrt wird nicht nur dem Fahrer lange in Erinnerung bleiben. Auch für die eingesetzten Kräfte und Passanten war die aufwendige Bergung ein nicht alltägliches Ereignis.

Bilder und Text: Ralf Mittelbach (Feuerwehr Weinheim)

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