Feuerwehr Mönchengladbach berät Autobauer Ford um schnelle Rettung zu gewährleisten

Mit der immer ausgefalleneren Technik in Fahrzeugen wird auch die Rettung der Insassen bei einem Unfall immer anspruchsvoller. Der Autobauer Ford hat nun die Feuerwehr Mönchengladbach um Unterstützung gebeten.

Ford hat der Feuerwehr Mönchengladbach zwei Prototypen des neuen Modells B-Max in die Feuerwache am Pfingsgraben gebracht. Dadurch konnten die Feuerwehrleute ausgiebig mit dem neuen Modell der Firma arbeiten und Erfahrungen sammeln. Rund 30 Feuerwehrleute konnten die technische Rettung an den Fahrzeugen üben und ihre Erfahrungen anschließend an die Firma Ford weitergeben. Die immer stabileren Karosserien machen es den Rettungskräften häufig schwer die Insassen schnell und schonend zu befreien. Die Firma Ford kennt das Problem und will durch die Feuerwehr wichtige Hinweise für die Rettungskarte des Modells erhalten.

Feuerwehr Mönchengladbach und Ford arbeiten zusammen

Der B-Max von Ford hat keine B-Säule, wenn die Türe des Fahrers und die der Rückbank geöffnet sind, ist die komplette Fahrzeugseite offen. Dies bedeutet wiederum, dass Ford die restliche Karosserie des Fahrzeugs deutlich verstärkt hat, damit das Auto auch ohne B-Säule genügend Stabilität aufweist. Doch für die Feuerwehr macht dies die Arbeit nicht gerade leichter. Durch die Verstärkung ist das Durchtrennen von Säulen besonders schwer, das kann problematisch sein wenn jemand nach einem Unfall im Fahrzeug eingeklemmt ist. Ford will durch die Rückmeldungen der Feuerwehr lernen und die Sicherheit seiner Käufer dadurch erhöhen.

Feuerwehr Mönchengladbach arbeitet mit FH Köln zusammen

Doch nicht nur Ford profitiert von dem Projekt sondern auch die Feuerwehr Mönchengladbach denn die Kameraden konnten dadurch bereits das neue Modell kennen lernen. Feuerwehren haben nur selten die Möglichkeit mit neuen Fahrzeugmodellen zu üben, meist ist eine Übung nur an Schrottautos möglich und diese entsprechen in der Bauweise nur kaum den Fahrzeugen, die Momentan auf Deutschlands Straßen unterwegs sind. Doch die Feuerwehr Mönchengladbach arbeitet nicht nur mit der Firma Ford zusammen sondern auch mit der Fachhochschule Köln. Diese war auch bei der Übung zu Gast und arbeitet an einem System, das Livebilder in 3D vom Einsatzort in die Feuerwache übertragen soll. Damit soll die Koordination des Einsatzes in Zukunft noch effektiver funktionieren.

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Bild: retter.tv Archivbild

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