Feuerwehr Rüsselsheim vs. Feuer im Dachgeschoss: 14 Fahrzeuge und rund 50 Kräfte im Einsatz

Rüsselsheim | am 09.06.2015 - 09:02 Uhr | Aufrufe: 667

Am 07.06.2015 um 20:01 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Rüsselsheim mit der Meldung "Feuer in Dachgeschoss" in die Karlsbader Strasse alarmiert.

Feuerwehr Rüsselsheim vs. Feuer im Dachgeschoss: 14 Fahrzeuge und rund 50 Kräfte im Einsatz

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Ein Ergänzungs-LF sowie ein zweiter Löschzug wurden bereits während der Anfahrt durch den Einsatzleiter nachalarmiert, da mehrere Anrufer und die Rauchsäule auf ein grösseres Schadensereignis hinwiesen. Bei Eintreffen an der Einsatzstelle standen das Dachgeschoss und die Wohnung bereits im Vollbrand. Glücklicherweise befanden sich keine Personen mehr im Objekt, die Bewohner wurden beim Grillen im Vorgarten auf das Feuer aufmerksam.

Einsatzkräfte gegen die Flammen

Es wurden zwei Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz (PA) mit zwei C-Rohren im Innenangriff eingesetzt. Parallel wurde ein C-Rohr im Aussenangriff vorgenommen. Die Drehleiter bereitete einen Einsatz des Wenderohres vor, das zweite Löschgruppenfahrzeug stellte zwei Trupps unter PA und nahm jeweils ein B- und ein C-Rohr im Aussenangriff vor. Mittels einer vierteiligen Steckleiter wurde das C-Rohr im Verlauf durch das Giebelfenster ebenfalls im Innenangriff eingesetzt. Der Aufbau der Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz gestaltete sich nicht einfach, es mussten mehrere Hydranten in Betrieb genommen werden, bis sich die Wasserversorgung stabilisierte. Eine beim Wasserwerk nachgefragte Druckerhöhung konnte nicht umgesetzt werden.

Mehrere Trupps kamen dazu

Die zweite Drehleiter wurde ebenfalls zur direkten Brandbekämpfung im Dachbereich eingesetzt. Mehrere Trupps der nachrückenden Fahrzeuge wurden nach und nach zur Ablösung der im Einsatz befindlichen Trupps eingesetzt. In der Summe kamen zehn Atemschutztrupps zum Einsatz. Da sich abzeichnete, dass die Atemschutzgeräte im Einsatzverlauf nicht ausreichen würden, wurde der Abrollbehälter Atemschutz nachalarmiert. Bereits verbrauchte Atemschutzgeräte von den Fahrzeugen wurden ebenfalls direkt vor Ort ausgetauscht.

"Feuer aus" gegen 22:00 Uhr

Nach dem massiven Löschangriff konnte gegen 22:00 Uhr "Feuer aus" gemeldet werden. Die sehr umfangreichen Nachlöscharbeiten zogen sich bis gegen 24:00 Uhr hin. Auf Grund der einbrechenden Dunkelheit wurde neben dem Einsatz der Lichtmasten der Löschfahrzeuge noch der GW-Licht (1/60) zum Ausleuchten der Einsatzstelle sowie der GW-Logistik (1/64-1)zum Transport der verschmutzten Ausrüstung und Schläuche nachgefordert. Mittels der Wärmebildkamera wurde die Einsatzstelle auf verbliebene Glutnester hin kontrolliert. Die Einsatzstelle wurde abschliessend der Polizei übergeben, welche die Einsatzstelle versiegelte.

14 Fahrzeuge mit rund 50 Kräften im Einsatz

Die umfangreichen Reinigungsarbeiten sowie die Bestückung der Fahrzeuge auf der Feuerwache dauerten bis gegen 01:00 Uhr, nicht eingerechnet die Reinigung und Trocknung der Einsatzkleidung, welche durch die hauptamtlichen Schichten durchgeführt wird. Insgesamt waren 14 Fahrzeuge und ca. 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz.

Haus ist unbewohnbar

Eine Brandnachschau wurde für 02:00 Uhr angesetzt. Hier rückten nochmals das HLF (1/44) und die DLK (1/30) aus. Mittels der Wärmebildkamera wurde die Einsatzstelle von der DLK aus kontrolliert. Nach der Entsiegelung durch die Polizei wurde im Dachgeschoss durch einen weiteren Trupp ein entdecktes Glutnest mittels Kleinlöschgerät abgelöscht. Die Massnahmen waren gegen 03:00 Uhr beendet, eine weitere Brandnachschau wurde daraufhin für 05:00 angesetzt. Das Haus ist derzeit unbewohnbar.

In der retter.tv Bildergalerie gibt es weitere Fotos zu sehen.

Quelle: Freiwillige Feuerwehr Rüsselsheim

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