Feuerwehr beleidigt: Mann muss Geldstrafe zahlen

Vor dem Landgericht Waren musste sich ein Mann verantworten, der im Sommer Feuerwehrleute im Einsatz beleidigte. Er wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.

Wie der Nordkurier berichtet, fing alles mit einem Einsatz der Feuerwehren aus Malchow und Rogeez im Juli letzten Jahres an: Ein Radfahrer war gestürzt und mehrere Meter hinab in flaches Wasser gefallen. Da die Rettung des Mannes nur vom Wasser aus möglich ist, stellen die Feuerwehren ihre Einsatzfahrzeuge in einer Hauseinfahrt ab und eilen zum Unglücksort.

„Minderbemittelte, denen man ein Blaulicht gegeben hat“

Laut Nordkurier passte dem Hausbesitzer das gar nicht und so fing er an die Feuerwehrleute zu beschimpfen. Als „Minderbemittelte, denen man ein Blaulicht gegeben hat“ soll er die Kameraden bezeichnet haben. Diese ließen sich die Beleidigungen nicht gefallen und zeigten den 52-Jährigen an.

Staatsanwaltschaft forderte Geldstrafe

Vor Gericht sagten die Feuerwehrleute aus, es hätte keine andere Möglichkeit gegeben, als die Feuerwehrfahrzeuge in der Hauseinfahrt des Angeklagten abzustellen. Doch der 52-Jährige zeigte sich auch vor Gericht nicht einsichtig und wetterte weiter gegen die Feuerwehr. Er sah sich selbst als Opfer, hätten die Feuerwehrleute doch erst Anzeige gegen ihn erstattet, nachdem er Anzeige wegen Behinderung eingereicht hatte.

Doch das Gericht stellte sich auf die Seite der Feuerwehr und folgte der Forderung der Staatsanwaltschaft nach einer Geldstrafe. 400 Euro muss der 52-Jährige zahlen. Und wie der Nordkurier weiter berichtet, ließ der Angeklagte schließlich tatsächlich noch so etwas wie Einsicht erkennen: Er möchte in nächster Zeit für die Feuerwehr Malchow spenden.

 

Bild: retter.tv Symbolbild

Bilder und Videos zu diesem Beitrag
Das könnte Sie auch interessieren
Ein 38-Jähriger bat die Feuerwehr um Hilfe bei der Suche nach seiner Schlange. Später gab es erneut einen Einsatz bei ihm. Diesmal bedrohte er die Rettungskräfte mit einem Messer und ... mehr
am 30.05.2017 09:11
von retter.tvretter.tv Profilbild     
Der Veranstalter des Zugspitz-Berglaufs ist am Montag zu einer Geldstrafe von 13.500 Euro verurteilt worden. Das Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen sprach ihn wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen ... mehr
am 13.07.2009 15:32
von Michi FliegeFrau     
Um diese Funktion zu nutzen,
müssen Sie ein registriertes Mitglied von retter.tv sein.

Sie wollen aktiv an retter.tv teilnehmen, dann melden
Sie sich jetzt kostenlos an.

weiter zur Anmeldung