Feuerwehr fassungslos: Dieses Bundesrecht muss geändert werden!

Ein Beschluss auf Bundesebene sieht vor, dass die Feuerwehr den Verkehr nach einem Unfall nicht mehr mit blinkenden Pfeilen vorbeileiten darf. Das sorgt für enormen Aufruhr, denn diese Pfeile haben nicht nur einen praktischen Sinn, sondern sollen die Kameraden auch vor Gefahren schützen.

Wie hessenschau.de berichtet ist der neue Beschluss für den Landesverband der Feuerwehr ein Skandal. Und auch das Verkehrsministerium sieht das ähnlich, kommt dagegen aber nicht an. Denn bisher war die Feuerwehr bei Unfällen mit ihren roten Fahrzeugen und den zusätzlichen Blinklichtern nicht zu übersehen, was nicht nur unbeteiligte Autofahrer, sondern auch die Kameraden selbst schützt. Doch die gelben blinkenden Pfeile, die am Heck der Feuerwehr-Fahrzeuge als Warnung dienen sollen, sind nun verboten – was nun als massive Gefährdung für die Einsatzkräfte angesehen wird.

Verkehrsministerium auf Seite der Feuerwehr

Diese Entscheidung müsse zurückgenommen werden, so die Forderung. Doch ändern wird sich wohl erst einmal nichts, denn auch das Verkehrsministerium sei auf der Seite der Wehren, könne aber leider ebenfalls nichts ausrichten. Denn das neue Verbot gehe auf eine Änderung des Straßenverkehrsrechts zurück – und das auf Bundesebene. Schon 2013 wurden die verkehrslenkenden Maßnahmen der Feuerwehr verboten, für Hessen gab es aber eine Ausnahmeregelung. Doch diese ist nun ebenfalls, nach unzähligen Diskussionen, erloschen.

Feuerwehr wird mutwillig Gefahr ausgesetzt

Wie das nun das Unfallrisiko beeinflusst bleibt abzuwarten. Fakt ist, dass Autofahrer selbst dieses deutliche Signal bereits einige Male übersehen hatten und in den abgesperrten Einsatzbereich gefahren wären. Dass man die Einsatzkräfte nun mutwillig einer noch größeren Gefahr aussetzt, indem man die blinkenden Pfeile verbietet, sorgt für Unverständnis und Sorge bei der Feuerwehr.

Bild: retter.tv Symbolbild

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