Feuerwehr muss 300 Kilogramm schwere Frau aus 2. Stock retten

Gudensberg | am 20.10.2013 - 15:52 Uhr | Aufrufe: 2264

Einen Einsatz von diesem Ausmaß hatte die Feuerwehr Gudensberg schon lange nicht mehr. Eine Frau, die 300 kg wog, musste am Wochenende aus dem zweiten Stock eines Altstadthauses in ein Krankenhaus gebracht werden.

Ursprünglich war die Feuerwehr nur als Tragehilfe für den Rettungsdienst gerufen worden. Doch der Einsatz entwickelte sich dann wesentlich schwerer als angenommen. Denn bei der Patientin handelte es sich um eine 300 Kilogramm schwere Frau. Und auch der Einsatzort machte das Unterfangen nicht leichter: der 2. Stock eines engen, verwinkelten Altstadthauses.

Drehleiter nur für 270 kg ausgelegt

Da ein schonender Transport über das Treppenhaus ausgeschlossen werden musste, blieb schließlich nur die Rettung von außen. Doch auch das gestaltete sich als Herausforderung. Da die Drehleiter maximal 270 kg tragen kann, entfiel diese Alternative. Aus diesem Grund wurde die Feuerwehr Kassel, die über einen Kranwagen und eine Spezialtrage für Übergewichtige verfügt, nachalarmiert.

Fensterrahmen samt Leibung muss entfernt werden

Da auch das Fenster nicht weit genug geöffnet werden konnte, war die Feuerwehr gezwungen, den Fensterrahmen samt Leibung zu entfernen. Erst dann war es möglich, die Frau mit Hilfe des Kranwagens nach unten zu befördern. Auch der Notarzt musste einen Schwerlastrettungswagen aus Kassel nachalarmieren, da ein herkömmliche Trage maximal bis 170 kg ausgelegt ist. Letztendlich konnte die Frau nach knapp drei Stunden Arbeit doch noch ins Krankenhaus gebracht werden.

Quelle: Feuerwehr Gudensberg

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