Feuerwehrmann wegen fahrlässiger Tötung verurteilt – BGH bestätigt Urteil

Hamburg | am 23.07.2013 - 09:50 Uhr | Aufrufe: 29817

Der Bundesgerichtshof  hat das Urteil des Landgerichts Hamburg bestätigt. Ein Feuerwehrmann wurde von diesem im letzten Jahr wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitstrafe von sechs Monaten verurteilt.

Im Juli 2011 war es zu dem Unfall zwischen einem Linienbus und dem Feuerwehrfahrzeug in Hamburg-Tonndorf gekommen. Der Feuerwehrmann sei mit dem Feuerwehrfahrzeug bei eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn auf die Kreuzung zugefahren. Dort sei er trotz Rotlicht mit unverminderter Geschwindigkeit in die Kreuzung eingefahren. Ein Linienbus konnte nicht mehr bremsen und es kam zur Kollision auf der Kreuzung. Bei dem Unfall wurden zwei Fahrgäste des Linienbusses tödlich verletzt. Weitere Fahrgäste des Busses, ebenso vier Feuerwehrmänner wurden zum Teil schwer verletzt.

Sechsmonatige Freiheitstrafe für Feuerwehrmann

Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen den Feuerwehrmann. Das Landgericht Hamburg hatte den Feuerwehrmann und  Fahrer des Feuerwehreinsatzfahrzeuges wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen in Tateinheit mit zweiundzwanzigfacher fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Die Strafe, eine sechsmonatige Freiheitstrafe, wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Bundesgerichtshof bestätigt Urteil des Landgerichts Hamburg

Der Bundesgerichtshof hat nun das Urteil des Landgerichts bestätigt. Die Revision des Angeklagten wurde vom BGH als unbegründet verworfen. Damit ist das Urteil des Landgerichts Hamburg rechtskräftig.


Erfahren Sie hier mehr zum Urteil gegen den Feuerwehrmann.


Bild: retter.tv Symbolbild

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