Fragwürdige Werbeaktion der Feuerwehr: Feuerwehr erhält Zuspruch

Am vergangenen Mittwoch ereignete sich ein tödlicher LKW-Unfall auf der A2. Die Sichtschutzwände der Feuerwehr sorgten dabei im Nachhinein für Kritik an den Helfern (retter.tv berichtete), aber es gibt auch Zuspruch für die Aktion der Feuerwehr. 

Nachdem die Feuerwehr eine Unfallstelle auf der A2 vor neugierigen Blicken abschirmte, hagelte es von verschiedenen Seiten Kritik. Denn auf der Sichtschutzwand, die von zwei Kameraden hochgehalten wurde, stand: "Schau hinter die Kulissen. Komm' zur Feuerwehr." In den Medien wurde diese "Werbeaktion" als pietätlos eingestuft, schließlich waren die Kameraden hinter dem Sichtschutz gerade mit der Bergung des tödlichen verunglückten LKW-Fahrers zugange. Doch es gibt auch verständnisvolle Kommentare und Zuspruch für die Feuerwehr, vor allem von Menschen, die selbst ehrenamtliche Retter sind.

retter.tv-Nutzer zeigen Verständnis für die Feuerwehr

Auf Facebook äußerten viele retter.tv-Nutzer Verständnis für die Aktion der Feuerwehr. Hauptziel der Sichtschutzwand sei es, den Verunglückten vor Gaffern und Kameras zu schützen. Dies sei geglückt. Dass die Feuerwehr dabei Werbung für sich selbst mache, sei legitim, schließlich sind die Kameraden ja auch im Einsatz. Für einige Nutzer sei der Satz auf der Sichtschutz-Wand zwar unpassend, aber schließlich könne die Feuerwehr nicht für jede Situation eine eigene Sichtschutzwand parat haben. In jedem Fall, so der Grundtenor der retter.tv-Nutzer, ist eine Abschirmung allemal besser, als Gaffern freie Sicht zu gewähren. Trotz des Verständnisses, vor allem von ehrenamtlichen Helfern, bleibt die Frage im Raum stehen, ob hier künftig nicht sensibler agiert werden sollte. Auch der MDR beschäftigte sich in einer Video-Reportage mit der vermeintlich fragwürdigen Werbeaktion.

Facebook: retter.tv

Video: YouTube/Channel: MDR Mitteldeutscher Rundfunk

Bild: retter.tv Symbolbild

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