Funksystem ausgefallen: Feuerwehrübung mit Hindernissen

Eine recht turbulente Übung mit unerwarteten Hindernissen hat die Feuerwehr Bramsche absolviert. Bereits zu Beginn der Übung war das Funksystem der Wehren ausgefallen. Weitere Bilder der Übung finden Sie in der retter.tv Bildergalerie!

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Dichter Rauch quoll bereits aus einem landwirtschaftlichen Anwesen, mehrere Personen wurden schon vermisst, als der Alarm bei der Feuerwehr Bramsche einging. Doch die Einsatzkoordinatin gestaltete sich mehr als schwierig, denn mitten in der Alarmierung fiel der Funkkanal im Landkreis aus. Zwar konnten die Alarmierungen trotzdem gesendet werden, aber eine Funkdurchsage war nicht möglich. So mussten Alarm-SMS Rückschlüsse auf den Einsatzort erlauben.

Übung läuft zunächst nach Plan

Nachdem die ersten Kräfte mit den Fahrzeugen unter Blaulicht und Einsatzhorn die Einsatzstelle erreichten, wurden diese in die Lage eingewiesen. Zugführer erkundeten ihren Einsatzabschnitt, Fahrzeuge wurden einsatzbereit abgestellt, Personal rüstete sich mit Atemschutzgeräten aus. Sogleich kam deren Einsatzbefehl. Es wurden weiter Menschen vermisst - in der Scheune. Also weitere Einsatzkräfte in das "brennende" Gebäude. Während die Menschenrettung läuft, schützten mehrere Feuerwehrkräfte umliegende Gebäude gegen Hitze und Funkenflug ab.

Probleme mit der Löschwasserversorgung

Deutliche Probleme bereitete der Feuerwehr in diesem Bereich jedoch die Löschwasserversorgung. Hier lagen in der Nähe nur wenige Hydranten. Wasser musste deshalb umständlich über weite Wege herangeschafft oder mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr zur Brandstelle transportiert werden. Ein Teil der Einsatzkräfte baute eine Wasserversorgung von einem Hydranten auf, der in 700m Entfernung lag. Bei diesen Temperaturen war das ebenfalls eine schweißtreibende Arbeit.

Weitere Schadenslage: Verunfallter PKW mit eingeklemmter Person

Auf einmal zog Frank Ballmann eine Plane von einem großen Haufen, dem die Einsatzkräfte vorerst keine Beachtung schenken wollten. Darunter ein verunfallter PKW, welcher auf der Fahrerseite im Graben lag. Der Fahrer war mit einem Arm unter der Fahrertür eingeklemmt. Womöglich hatte er die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, als er den Brand auf dem Hof bemerkte. Sofort begannen die Einsatzkräfte ein Team für die technische Rettung zusammenzustellen. Im inneren wurde die verletzte Person erstversorgt, während draußen die technische Rettung begann und koordiniert wurde. Passgenau zum Übungsende konnte die Person aus dem Unfallwrack gerettet werden.

Zusammenarbeit ist wichtiger Bestandteil eines gelungenen Einsatzes

Ortsbrandmeister Hartmut Gausmann und sein Stellvertreter Frank Ballmann erläuterten den sichtlich erschöpften Einsatzkräften die Übung. "Wichtig war uns hier die Zusammenarbeit innerhalb der verschiedenen Feuerwehren.", so Gausmann während der Übungsnachbesprechung. Grobe Fehler konnte Jürgen Niemann nicht finden, der als Übungsbeobachter zur Stelle war. "Eine Übung ohne Fehler, wäre keine richtige Übung.", erklärte der Eper Feuerwehrmann und langjähriger Ortsbrandmeister aber.

Quelle: Marc Piwinski

Bilder: Arne Gottschling/Marc Piwinski

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