Großbrand in Mönchengladbach

Mönchengladbach | am 03.10.2016 - 12:50 Uhr | Aufrufe: 1395

Mit zahlreichen Einsatzkräften musste die Feuerwehr Mönchengladbach am Sonntag einen Großbrand bekämpfen. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis zum Montag an.

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Gegen 10.40 Uhr gingen zahlreichen Notfallmeldungen in der Leitstelle der Feuerwehr Mönchengladbach ein. Die Anrufer meldeten einen ausgeprägten Dachstuhlbrand mit Feuerschein und starker Rauchentwicklung in einem Mehrfamilienwohnhaus auf der Viersener Straße, einige Bewohner befanden sich in Notlage auf einem Balkon. Die Anwohner wurden, soweit sie eine Notfallmeldung über die Leitstelle abgesetzt hatten, von Dieser aufgefordert, die Ruhe zu bewahren, soweit möglich die betroffenen Gebäude unverzüglich zu verlassen, Nachbarn zu informieren und auf der Straße das Eintreffen der Feuerwehr abzuwarten. Aufgrund des Meldebildes alarmierte die Leitstelle die für ein solches Szenario hinterlegten Einsatzmittel.

9 Trupps gleichzeitig im Einsatz

Beim Eintreffen der Feuerwehr bestätigte sich das Meldebild, jedoch war das Feuer bereits auf den jeweiligen Dachstuhl der angrenzenden Mehrfamilienwohnhäuser übergegangen. Auf der Rückseite des Brandgebäudes befanden sich Personen auf einem Balkon. Über eine Stichworterhöhung veranlasste die Feuerwehr die Nachalarmierung weiterer Einsatzmittel. Die sich in Notlage befindlichen Personen wurden ins Freie geführt, zwei Riegelstellungen wurden über Drehleiter eingerichtet das Feuer wurde umfassend mit zeitweise bis zu 9 Trupps (zeitgleich) unter Atemschutz im Innen- und Außenangriff mit jeweils einem C-Rohr bzw. B-Rohr bekämpft. Insbesondere die unverzügliche Anwendung der Taktik Riegelstellung verhinderte eine weitere Brandausbreitung. Im Verlaufe des Einsatzes drohte eine im Durchmesser mehrere Meter umfassende, schwere Betondachkuppe auf die Viersener Straße zu stürzen. Die Gefahrenstelle wurde mit Unterstützung der Sondereinsatzgruppe Höhenrettung mit Hilfe des Feuerwehrkranes beseitigt.

Bewohner werden betreut

Zwei Personen aus der Brandwohnung wurden vorsorglich vom Notarzt untersucht, mussten jedoch nicht in ein Krankenhaus transportiert werden, somit gab es keine Verletzte. Das eigentliche Brandobjekt ist unbewohnbar, die Dachgeschoßwohnungen der angrenzenden Häuser ebenfalls. 6 Personen, werden durch den Fachbereich "Soziales und Wohnen" der Stadt Mönchengladbach vorsorglich untergebracht. Vor den Gebäuden parkende PKW wurden, soweit gefahrlos möglich, von Einsatzkräften der Feuerwehr aus dem Gefahrenbereich gefahren. Hierzu wurden die Halter über die Polizei informiert, die im Übrigen den Gefahrenbereich mit eigenen Kräften abriegelte.

Zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort

Eingesetzt sind bzw. waren rd. 100 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen I, II, III, die Technik- und Logistikkomponente, die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte, Giesenkirchen, Odenkirchen, Neuwerk, Rheydt, Rheindahlen, Hardt, Einsatzkräfte der Gruppe Information + Kommunikation, die Gruppe Höhenrettung der Feuerwehr, die Hilfsorganisation Arbeiter-Samariter-Bund, der Führungsdienst der Feuerwehr und der Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr. Die Hilfsorganisation Arbeiter-Samariter-Bund versorgt die Einsatzkräfte und die unverletzt Betroffenen mit Speisen und Getränken. Die Nachlöscharbeiten dauerten noch lange an.

Quelle und Bilder: Stadt Mönchengladbach

 

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