Großbrand in Nordhorner Schulzentrum

Nordhorn, Deegfelder Weg | am 25.08.2013 - 12:50 Uhr | Aufrufe: 4080

120 Feuerwehrleute im Einsatz - Vollalarm für die Nordhorner Feuerwehren Um kurz vor eins, viele Kameraden der Feuerwehr saßen am reichlich gedeckten Mittagstisch und waren im Begriff sich ihr Sonntagsessen schmecken zu lassen, erreichte die Leitstelle des Landkreises ein Notruf, in dem geschildert wurde, dass es im Bereich des Hauptgebäudes des Schulzentrum Deegfeld auf dem Dach brennen soll.

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Umgehend wurde für die Feuerwehr Nordhorn der Alarm ausgelöst.

Bereits als sich die meisten Kameraden noch auf dem Weg zum Feuerwehrhaus an der Wietmarscher Straße waren, zogen dunkle Rauchschwaden über die gesamten Stadtteile Deegfeld und Bookholt. Bereits auf Sicht entschied sich der Brandmeister vom Dienst für eine Nachalarmierung: Es wurde Vollalarm für beide Nordhorner Feuerwehren (Ortsfeuerwehr Nordhorn und Ortsfeuerwehr Brandlecht) gegeben. Hier geht's zu weiteren Bildern in der Bildergalerie!

An der Einsatzstelle eingetroffen stellte sich die Lage für den Brandmeister vom Dienst wie folgt dar: Im Bereich des höchsten Gebäudeteils, welches direkt zum Deegfelder Weg gelegen ist, stieg massive schwarzer Rauch in den Himmel empor. Flammen waren ebenfalls zu erkennen. Das Feuer schien sich aber bisher auf einen kleinen Teil des vorderen Dachbereich zu beschränken.

Das erste anrückende Fahrzeuge versuchte sich durch das Gebäude Zutritt zum Dachbereich zu verschaffen, dies jedoch gestaltete sich durch viele verschlossene Türen extrem schwierig.

Weitere jetzt eintreffende Kräfte verschafften sich über Steckleitern Zutritt zum Dach des Gebäudes. Von zwei verschiedenen Seiten gelang dies.

Durch den Einsatzleiter, wurden zeitnah die Verantwortlichen des Gebäudes sowie der Bürgermeister und weitere Verantwortliche zur Einsatzstelle beordert. Auch Kreisbrandmeister Uwe Vernim fand sich nach kurzer Zeit an der Einsatzstelle ein.

Währenddessen waren die Trupps unter schwerem Atemschutz auf dem Dach bis zu dem Feuer vorgedrungen und fingen an dies mit mehreren Strahlrohren zu bekämpfen. Als Löschmittel eingesetzt wurde von den Einsatzkräften vor allem Schaum. Auf dem Dach, welches im Jahr 2011 aufwendig mit einer Photovoltaik-Anlage ausgerüstet worden war, brannten zwei größere Module der Anlage. Durch den Hausmeister des Gebäudes konnte die Anlage jedoch zeitnah deaktiviert werden, was jedoch nicht von der Vorsicht bei solchen Bränden entbindet. Besondere Einsatztaktik war hier von Nöten.

Die Hubrettungsbühne hatte bereits direkt vor dem Gebäude die Stellung eingenommen und die Brandbekämpfung aus dem Korb.

Um sich weitere Einsatztaktische Möglichkeiten offen zu lassen, rückte auch die Hubrettungsbühne von der Ortsfeuerwehr Bad Bentheim im weiteren Einsatzverlauf noch an. Diese wurde im späteren Einsatzverlauf vor allem für Arbeiten an der Fassade des Gebäudes eingesetzt.

Die Drehleiter der Ortsfeuerwehr Schüttorf wurde zusammen mit einem Löschgruppenfahrzeug auf dem Isterberg positioniert, um im Bedarfsfall nach Nordhorn ausrücken zu können. Dies war aber nicht der Fall und die zwölf Schüttorfer Feuerwehrleute konnte nach einer Stunde zurück in die Heimat fahren.

Nach etwa einer Stunde konnte der Leitstelle Feuer unter Kontrolle gemeldet werden. Der komplette Bereich des Gebäudes wurde sorgfältig mit Wärmebildkameras kontrolliert, hierzu wurden auch Teile der Fassade entfernt.
Um etwa halb drei konnte bei einer Lageabschlussbesprechung durch die Einsatzleitung "Feuer aus" vermeldet werden.
Zwei Fahrzeuge blieben noch längere Zeit vor Ort um dort ein mögliches wiederaufflammen durch übersehene Glutnester zu verhindern.

Um den Brandschutz für die Stadt Nordhorn sicher zu stellen, stand über die komplette Einsatzdauer, ein Fahrzeug der Brandlechter Feuerwehr in Bereitstellung. Ebenfalls stand ein Rettungswagen im Einsatzgebiet auf Abruf.
Die genaue Brandursache ermittelt nun die Polizei, welche mit mehreren Einsatzkräften auch über die gesamte Einsatzdauer vor Ort war.

Nach Abschluss der Löscharbeiten machte sich dann auch noch das Technische Hilfswerk an die Arbeit. Die Haupteingangstür war zuvor durch die Feuerwehr aufgebrochen worden und musste nun notdürftig verschlossen werden.

Eine komplette Bildergalerie ist auf der Facebook-Seite der Feuerwehr Nordhorn zu finden.

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