Großeinsatz wegen spielender Kinder auf den Gleisen

Jettingen | am 04.08.2011 - 10:45 Uhr | Aufrufe: 501

Ein Lokführer hatte am Donnerstag einen heftigen Schlag an seinem Güterzug gespürt und drei Kinder gesehen. Aus Angst, ein Kind überfahren zu haben, setzte er einen Notruf ab.

Großeinsatz wegen spielender Kinder auf den GleisenEine alarmierende Meldung hat am Donnerstagvormittag Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr in Aufregung versetzt: Ein Lokführer hatte in der Nähe des Jettinger Bahnhofs einen heftigen Schlag an seiner Lok verspürt – und drei Kinder gesehen, die an den Gleisen spielten. Der Fahrer des Güterzugs befürchtete, der Zug könnte die Kinder überfahren haben, und setzte einen Notruf ab.

Ein Großaufgebot machte sich sofort auf die Suche und war auf das Schlimmste gefasst. Doch zum Glück konnten die Helfer schnell Entwarnung geben: „Das war ein Dummejungenstreich“, sagte Erasmus Großmann von der Bundespolizei Augsburg, der vor Ort war. Die drei Kinder saßen zu Hause in Sicherheit, der heftige Schlag hatte eine andere Ursache. Nach Angaben von Großmann hatten die Kinder Schotter auf die Gleise gelegt. Als der Lokführer mit dem Güterzug über diese Steine fuhr, habe es den gewaltigen Schlag gegeben.

Zwei Rettungshubschrauber der Landes- und der Bundespolizei waren an die Bahnstrecke zwischen Jettingen und Freihalden in Fahrtrichtung Stuttgart beordert worden – sie flogen die Strecke ab, um nach eventuellen Spuren von Unfallopfern zu suchen.

Die Zugstrecke war für circa eine Stunde, von 10.45 Uhr bis etwa 11.45 Uhr, gesperrt. Der Lokführer, der zunächst davon ausging, eines der Kinder überfahren zu haben, erlitt nach Angaben der Bundespolizei Augsburg einen Schock und musste abgelöst werden. Der Güterzug blockierte daher noch länger die Strecke, bis ein Ersatzlokführer vor Ort war.

„Gleise sind kein Kinderspielplatz“, betonte Großmann. Die Züge hätten einen Bremsweg von circa 1000 Meter – die Lokführer könnten gar nicht schnell genug anhalten. Für die Kosten, die die Polizei im fünfstelligen Bereich schätzt, müssen nun wohl die Eltern aufkommen.

Quelle: Augsburger Allgemeine

Weitere Beiträge:
Kleines Feuer, große Wirkung
Am Montag Mittag wurde die Berufsfeuerwehr München zu einem Verkehrsunfall zwischen PKW und Tram in die Münchner Leonrodstraße alarmiert. mehr
Korschenbroich: Verkehrsunfall mit landwirtschaftlichem Zug
Am Montag (01.08.2011), um 15:40 Uhr, ereignete sich auf der Mühlengasse im Ortsteil Liedberg ein Verkehrsunfall, bei dem die Wand eines Anbaus beschädigt wurde. mehr
Hinterlegte Stichworte (Tags)
Bilder und Videos zu diesem Beitrag
Das könnte Sie auch interessieren
Viel zu hohe Geschwindigkeit ist einem 31-jährigen Autofahrer auf der Autobahn A 8 zum Verhängnis geworden. Zwischen den Anschlussstellen Zusmarshausen und Burgau war der Münchner nach Angaben der ... mehr
am 23.11.2009 14:21
von Renate Joas
Die Berufsfeuerwehr hat den Brand schnell im Griff. Der Strom wird abgeschaltet, das Feuer auf dem Dach des Regionalzugs mit Kohlendioxid erstickt. Brenzlig bleibt der Zwischenfall, der sich ... mehr
am 23.06.2009 19:35
von retter.tvretter.tv user logo     
Um diese Funktion zu nutzen,
müssen Sie ein registriertes Mitglied von retter.tv sein.

Sie wollen aktiv an retter.tv teilnehmen, dann melden
Sie sich jetzt kostenlos an.

weiter zur Anmeldung