Harter Sparkurs: Zu wenig Lehrgangsplätze an Feuerwehrschule

Gespart werden muss an allen Ecken und Enden. Ein harter Sparkurs trifft jetzt offenbar auch die Koblenzer Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFKS): vielen Bewerbern stehen nur wenige Lehrgangsplätze zur Verfügung.

Wie die Rhein-Zeitung berichtet, hatten die Feuerwehren in Rheinland-Pfalz einen Bedarf von über 9.000 Lehrgangsplätzen angemeldet. Die Koblenzer Schule kann allerdings nur knapp die Hälfte anbieten. Für mehr reichen die Kapazitäten einfach nicht. Die Folge daraus ist laut der Zeitung, dass Feuerwehrleute bis zu fünf Jahre auf einen Lehrgang warten müssen. Und diese lange Wartezeit wiederum können und wollen viele Kameraden nicht in Kauf nehmen.

Ehrenamtliche haben das Nachsehen

Neben dem Ärger um die allgemein langen Wartezeiten, die der Zeitung nach wohl auf den harten Sparkurs in Rheinland-Pfalz zurückzuführen sind, kommt für Ehrenamtliche noch dazu, dass Berufsfeuerwehrleute bevorzugt einen Platz an der Schule bekommen. Freiwillige Feuerwehrleute müssen also noch länger warten, obwohl sie dem Land durch ihr freiwilliges Engangement ja jede Menge Geld sparen. Wirft man einen Blick auf die Gefahrstoffausbildung, so die Rhein-Zeitung weiter, wird das Problem deutlich: nur 15 Prozent des Ausbildungsbedarfs in diesem Bereich könne offenbar überhaupt gedeckt werden.

Neue Führungskräfte brauchen Lehrgänge

Verschärfen könnte sich die Situation ini Zukunft sogar noch: Ende des Jahres werden wohl viele neue Führungskräfte in den Wehren gewählt, schreibt die Zeitung weiter, da dann die Übergangsfrist für bereits besetzte Ämter ausläuft. Wenn dann aber neue Zugführer oder Wehrleiter antreten, müssen auch diese Lehrgänge absolvieren - Lehrgänge, für die es keine Lehrer gibt. Denn das wenige Personal in der Feuerwehrschule ist jetzt schon am Limit und soll, so heißt es weiter, lediglich um eine weitere Ausbildungsstelle aufgestockt werden.

Bild: retter.tv Symbolbild

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