In höchster Not: Feuerwehr muss Bach bewässern

Niedereschach | am 15.09.2016 - 07:28 Uhr | Aufrufe: 4109

Ungewöhnliche Szenen spielten sich kürzlich in Niedereschach ab. Dort konnte man die Feuerwehr dabei beobachten, wie sie einen Bach bewässerte. Was seltsam klingt, hat einen durchaus ernsten Hintergrund. 

Wie der Schwarzwälder Bote berichtet, musste die Feuerwehr in Niedereschach kürzlich zu einem ungewöhnlichen Einsatz ausrücken. Das Neuhauser Bächle, das durch den Ort fließt, war durch die langanhaltende Trockenheit der letzten Woche so ausgetrocknet, dass zahlreiche dort lebende Fisch kaum noch Wasser zum Leben hatten. Eine aufmerksame Einwohnerin von Niedereschach, so die Zeitung weiter, hatte beobachtet, dass die Tiere sich in winzigen Pfützen tummeln, um die letzten Reste an Wasser und Sauerstoff abzubekommen. Sie alarmierte daraufhin zunächst den Bauhof, anschließend kam die Feuerwehr zum Einsatz. Mit einem 800 Liter fassenden Löschfahrzeug sollte der Bach wieder etwas aufgefrischt werden, doch die 800 Liter reichten bei Weitem nicht aus, so heißt es weiter.

Hydranten müssen zur Bewässerung des Bachs aufgedreht werden

Ganze drei Mal wurde das Fahrzeug in den Bach entleert, bis man sich dazu entschloss, die Hydranten einzusetzen, um dem Bachlauf wieder Leben einzuhauchen. Dem Schwarzwälder Boten zufolge hatte man vor der Bewässerungsaktion bereits versucht, die gestrandeten Fische umzusiedeln, was misslang, da sich diese unter Steinen versteckten. Für Empörung sorgte trotz der geglückten Rettungsaktion ein weiterer Hinweis der Frau, die die Fische entdeckt hatte: offenbar haben Anwohner ebenfalls Wasser aus dem Bach abgepumpt - illegalerweise und scheinbar auch ohne schlechtes Gewissen.

Bild: retter.tv Symbolbild

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