Kamerad bekommt Knöllchen auf dem Feuerwehrparkplatz: „Neue Ära der Bürokratie und Willkür“?

Hochbrück | am 07.03.2018 - 08:42 Uhr | Aufrufe: 3153

Weil ein Feuerwehrmann sein Fahrzeug auf dem Parkplatz vor dem Feuerwehrhaus abstellt, verpasst man ihm einen Strafzettel. Die Gemeinde will diesen zunächst nicht zurück nehmen.

Es habe schon öfter solche Fälle gegeben, nie sei es zu einem Problem gekommen. Wenn ein Kamerad einen Strafzettel auf seinem auf dem Feuerwehrparkplatz geparktem Fahrzeug fand, konnte er im Rathaus Bescheid geben und das Knöllchen wurde zurückgezogen. Nicht so in einem aktuellen Fall.

Mahnung statt Rücknahme

Der Feuerwehrler fand den Strafzettel an seinem Wohnmobil. Dieses hatte er auf dem Parkplatz vor dem Feuerwehrhaus abgestellt, ohne die dafür benötigte Genehmigung in das Fahrzeug zu legen. Laut der TZ riet der Kommandant dem Mann, sich an das Rathaus zu wenden. Doch nichts passiert, die Gemeinde will den Zettel nicht zurücknehmen, auch als Ward sich persönlich an die Verwaltung wendet. Stattdessen bekommt er eine Mahnung.

Kamerad soll „die Konsequenzen tragen“?

Nach einem viel beachteten Facebook-Post, in dem der Kommandant seinem Ärger Luft macht und eine „Neue Ära der Bürokratie und Willkür“ anprangert, rechtfertigt sich die Gemeinde zu dem Vorfall. Informationen der TZ zufolge, habe die Feuerwehr selbst darum gebeten, die Parkplätze stärker zu kontrollieren, um Unbefugte abzuhalten. Da der Kamerad seine Berechtigung nicht im Fahrzeug hatte, müsse er laut Bürgermeister „die Konsequenzen tragen“. Das Ordnungsamt hat nach Einbezug der zuständigen Bereichsleiterin entschieden, den Strafzettel zurückzunehmen.

Bild: retter.tv Symbolbild

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