Katastrophale Rettungsgasse: Weil die Rettungskräfte nicht durchkommen, muss der Hubschrauber anrücken

Gensingen | am 09.08.2018 - 10:11 Uhr | Aufrufe: 2259

 Am Dienstag ereignete sich um 14.50 Uhr ein Verkehrsunfall, bei dem insgesamt drei Personen verletzt wurden. Die darauffolgenden Stunden gestalteten sich als extrem schwierig für Rettungsdienst und Unfallopfer.

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Eine 52-jährige Frau aus Rheinbach befuhr mit ihrem Opel die Autobahn in Fahrtrichtung Süden, als sie in der Höhe von Gensingen aus noch unbekannten Gründen auf der Überholspur zunächst die Mittelleitplanke streifte, in der Folge gegen die rechte Leitplanke schleuderte und auf dem mittleren Fahrstreifen zum Stehen kam. Bei dem Unfall erlitten ihre drei Mitfahrer Schürfwunden und Prellungen, sie selbst wurde nicht verletzt.

Kreuz und Quer gestellte Fahrzeuge

Während sich die direkt nachfolgenden Unfallzeugen vorbildlich verhielten und Erste Hilfe leisteten, funktionierte die Bildung der Rettungsgasse im nachfolgenden, sechs Kilometer langen Stau überhaupt nicht. Die Anfahrt der Einsatzfahrzeuge gestaltete sich mehr als schwierig, weil viele Verkehrsteilnehmer mit ihren Fahrzeugen kreuz und quer über die drei Fahrstreifen verteilt standen und die Rettungsgasse blockierten.

Polizei kann Weg kaum frei räumen

Nachdem die Autobahnmeisterei mit ihren Bergungs- und Reinigungsfahrzeugen zunächst gar nicht zum Unfallort gelangen konnte, wurde zusätzlich der Polizeihubschrauber eingesetzt. Die Polizeibeamten auf der Straße konnten letztendlich unter größter Mühe den Weg freimachen. Die Unfallbeteiligten hatten daher großes Glück, dass niemand schwerverletzt und somit auf schnellstmögliche medizinische Versorgung angewiesen war.

Mann filmt Rettungshubschrauber

Der Hubschrauber stellte Rettungsgassen-Verstöße im dreistelligen Bereich fest, die detaillierte Auswertung ist noch nicht abgeschlossen. Klar ist aber jetzt schon, dass viele Verkehrsteilnehmer mit einem saftigen Bußgeld, Punkten und teilweise auch mit Fahrverboten rechnen können! Besonders teuer dürfte es hierbei für einen PKW-Fahrer werden, der die Rettungsgasse versperrte, gleichzeitig das Handy aus dem Fenster hielt und den Polizeihubschrauber filmte. Pech für ihn, dass dieser "zurück filmte". Gegen ihn wird nun nicht nur ein Bußgeldverfahren wegen des Verstoßes im Zusammenhang mit der Rettungsgasse, sondern auch wegen der Benutzung des Handys während der Fahrt eingeleitet.

Quelle Text und Bild: Autobahnpolizei Gau-Bickelheim

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