Kein Einsparpotenzial: Stadt Dortmund muss mehr für Feuerwehr zahlen

Dortmund | am 14.06.2012 - 10:04 Uhr | Aufrufe: 1225

Eine Sicherheits- und Unternehmensberatung sollte der Feuerwehr Dortmund Hinweise geben, wo Geld gespart werden kann. Doch die Prüfer fanden nicht das geringste Einsparpotenzial. Stattdessen muss die Stadt Dortmund in den kommenden Jahren einiges draufzahlen.

Die Rinke Sicherheits- und Unternehmensberatung GmbH sollte eigentlich aufzeigen, wo bei der Dortmunder Feuerwehr gespart werden kann. Doch die Berater fanden nicht das geringste Einsparpotenzial.

Im Gegenteil: Es wurde festgestellt, dass auf die Stadt in den nächsten Jahren einige Mehr-Kosten zukommen werden. Der Preis für den Brandschutz steige demnach in den kommenden Jahren deutlich an. 2013 werden dadurch knappe 3,8 % mehr Kosten verursacht. Bis zum Jahr 2019 sollen es sogar 8,6 % mehr sein.

Zuschussbedarfe wachen an

Für den Haushalt der Stadt bedeutet das Schlechtes: Schon das bisherige Jahresbudget von 56 Millionen Euro konnte kaum gestemmt werden. Im kommenden Jahr soll die Stadt nun vorerst 2,1 Millionen Euro mehr locker machen als 2012. Doch die Zuschussbedarfe wachsen in den Jahren 2014 und 2014 noch weiter an. Auf das bisherige Jahresbudget sollen noch 3,2 bzw. 4,1 Millionen Euro drauf gezahlt werden. Erst im Jahr 2019 ist ein vorläufiges Ende in Sicht: Dann soll das Jahresbudget 60,6 Millionen Euro betragen.

Personaldefizit erst bis 2019 abgebaut

Bisher hatte die Verwaltung alles versucht, um einen Anstieg der Kosten gering zu halten. Eine Personal-Verstärkung wird der Feuerwehr nur häppchenweise genehmigt. Auf viele der Planstellen hätte das Stadtamt 37 wegen der gestiegenen Anforderungen eigentlich sofort Anspruch. Das Personaldefizit soll, laut der Unternehmensberatung Rinke, erst 2019 ausgeglichen sein.

Nicht nur Personalkosten machen Feuerwehr zu schaffen

Das Personal ist mit mehr als 30 Millionen Euro der größte Kostenblock für die Dortmunder Feuerwehr. Doch auch die vielen Preissprünge beim Tanken und bei medizinischen Materialien machen der Feuerwehr zu schaffen. Außerdem gilt es in  Zukunft, neue Geräte und Fahrzeuge anzuschaffen und verschiedene Baumaßnahmen zu tätigen. Dies wurde schon seit Jahren zurückgestellt.
Im Herbst soll nun der Brandschutzbedarfsplan bis 2019 verabschiedet werden.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.
Bild: retter.tv Archivbild


Weitere Beiträge:
Bei der Feuerwehr in Dortmund sollen bis 2019 insgesamt 44 neue Stellen besetzt werden. Allerdings verstärken diese lediglich den Innendienst, wie man die ausscheidenden Kollegen des ... mehr
Ein riesiger Auftrag wartet auf die Branchen denn die Stadt Dortmund will für neue Löschfahrzeuge knapp 5 Millionen Euro ausgeben. mehr
Immer mehr Gewalt gegen Einsatzkräfte
Die Gewalt gegen Polizisten hat in Dortmund in den vergangenen Jahren immer stärker zugenommen. Es scheint als wären Feuerwehr und Rettungsdienst eher selten Opfer von Gewaltattacken, doch ... mehr
Bilder und Videos zu diesem Beitrag
Das könnte Sie auch interessieren
LFV Rheinland-Pfalz ruft zu Demonstration gegen Einsparmaßnahmen auf
Neben einer Online-Unterschriften-Aktion gegen die temoräre Aussetzung der Zweckbindung der Feuerschutzsteuer durch die Landesregierung Rheinland-Pfalz ruft der Landesfeuerwehrverband nun zu ... mehr
am 28.01.2012 11:00
von retter.tvretter.tv Profilbild     
Weil gespart werden muß, sollen Polizisten öfter zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren. mehr
am 14.03.2013 13:39
von retter.tvretter.tv Profilbild     
Um diese Funktion zu nutzen,
müssen Sie ein registriertes Mitglied von retter.tv sein.

Sie wollen aktiv an retter.tv teilnehmen, dann melden
Sie sich jetzt kostenlos an.

weiter zur Anmeldung