Krankgeschrieben im Einsatz? Gericht gibt Feuerwehrmann Recht

Klagenfurt | am 15.06.2015 - 07:45 Uhr | Aufrufe: 71460

Wer als ehrenamtlicher Retter und Helfer vom Arzt krankgeschrieben ist und damit für seine Arbeitsstelle arbeitsunfähig ist, sollte in der Regel auch vom Einsatz fern bleiben. Doch nicht in jedem Fall scheint das zu gelten. Ein Mann aus Klagenfurt bekam nun von einem Gericht Recht. Er hatte gegen seine fristlose Kündigung geklagt, die er bekommen hatte, weil er krankgeschrieben im Einsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr war. 

Wie die Kleine Zeitung berichtet, war der Mann aus Klagenfurt krankgeschrieben, weil er unter psychischen Problemen litt. Diese waren offenbar durch eine zuvor ausgesprochene, fristgerechte Kündigung durch seinen Arbeitgeber hervorgerufen worden. Für die letzten Wochen seiner Betriebszugehörigkeit war der Mann also krankgeschrieben und ging demnach nicht in die Arbeit. Bei einem Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr war er jedoch dabei, wovon sein Arbeitgeber Kenntnis erlangte und aus der fristgerechten Kündigung eine fristlose machte. Dagegen klagte der Mann nun vor dem Landesgericht, berichtet die Zeitung.

Feuerwehrumfeld hilft bei Genesung

Das Landesgericht Klagenfurt gab dem Feuerwehrmann dann schließlich auch Recht. Denn aufgrund der Art seiner Erkrankung, war der Einsatz bei der Feuerwehr seiner Genesung sogar zuträglich. Das heißt: das soziale Umfeld half dem Mann, seine psychischen Probleme schneller zu überwinden und gesund zu werden. Insofern, so die Kleine Zeitung weiter, war die fristlose Kündigung nicht rechtens. Der Feuerwehrmann verlor zwar dennoch seinen Job, kann aber zumindest auf seine Abfindung pochen. 

Bild: retter.tv Symbolbild

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