Lager für Feuerwerkskörper in Flammen

Gegen 3:45 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Weinheim Abteilung Stadt in der Nacht am Sonntag zunächst zu einem Gartenhausbrand im Brunnweg alarmiert. Bereits auf der Anfahrt konnte eine Rauchsäule im Brunnweg auf den Feldern wahrgenommen werden. Weitere Bilder finden Sie in der retter.tv Bildergalerie!

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Im Brunnweg, der Anschluss an die Wormser Straße in Richtung Bertleinssiedlung, brannte es auf zwischen den Feldern aus einem großen Betonbunker und nicht wie zunächst gemeldet aus einer Gartenhütte. Bei Ankunft der Feuerwehr kam es zu mehreren Explosionen und Durchzündungen mit Flammenschlag aus dem Betongebäude. Diese Explosionen und Durchzündungen dauerten während der Löschmaßnahmen weiter an und waren weithin bis in die angrenzenden Nachbarstädte Viernheim (Hessen) und Hemsbach (Baden -Württemberg) zu hören.

Mehrere Feuerwerkskörper in unbekannter Menge

Die Feuerwehr konnte auch schnell die Ursache lokalisieren, denn die erste Lageerkundung ergab das es sich um mehrere gelagerten Feuerwerkskörper in unbekannter Menge handeln musste. Aufgrund der zum Teil sehr heftigen Detonationen konnte die erste Brandbekämpfung der eingesetzten Atemschutztrupps nur mit Abstand aus sicherer Deckung erfolgen. In der Erstphase mussten daher zunächst auch größere Mengen Löschwasser in Feldgebiet gebracht werden. Daher wurden zu den Löschfahrzeugen auch das Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter Löschmittel mit 8000 Liter Wasser eingesetzt.

Wasserversorgung über Hydrantennetz aufgebaut

Um die ausreichende Wasserversorgung sicherzustellen wurde die Abteilung Sulzbach mit einem weiteren Löschfahrzeug und weiteren Atemschutzgeräteträgern angefordert. So konnte die weitere Wasserversorgung über das Hydrantennetz aufgebaut werden. Aufgrund der Einsatzlage und der Einsatzmeldung wurde auch der Bezirksbrandmeister des Regierungspräsidiums Karlsruhe durch die Leitstelle alarmiert und telefonisch über die Einsatzlage informiert. Daher wurde auch der stellvertretende Kreisbrandmeister des Rhein-Neckar-Kreis zur Unterstützung der Einsatzleitung vor Ort in den Brunnweg entsendet. Nach einer halben Stunde konnte der Brand vor dem Gebäude soweit unter Kontrolle gebracht werden, dass die Kräfte unter Atemschutz nach und nach weiter vordringen konnten. Die Löscharbeiten gestalteten sich daher so schwierig, da es in dem Betonbunker keine Entlüftungsöffnungen gab und dadurch der einzige Zugang über den Haupteingang möglich war. Zum Schutz der eingesetzten Kräfte wurde daher entschieden die Brandbekämpfung nur von außen vorzunehmen, da die Lage und das Ausmaß im Inneren des Brandraums nicht einschätzbar waren. Daher brachten die Einsatzkräfte das Feuer langsam unter Kontrolle und hatten den Brand gegen 5:30 Uhr gelöscht. Parallel zu den Löscharbeiten wurden auch Messungen durch Atemschutztrupps der Feuerwehr durchgeführt. Die Meßtrupps konnten schnell Entwarnung geben, da die gemessenen Stoffe unterhalb der Nachweisgrenze lagen. Im Anschluss wurden umfangreiche Nachlöscharbeiten durchgeführt und der Betonbunker entraucht. Gegen 6:30 Uhr konnte die Einsatzstelle dann der Polizei Weinheim zur Brandursachenermittlung übergeben werden. Wie es zu dem Brand kam ist unbekannt. Auch über die Schadenshöhe kann zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben gemacht werden. Die Freiwillige Feuerwehr Weinheim war mit den Abteilungen Stadt und Sulzbach, neun Einsatzfahrzeugen und 40 Einsatzkräften vor Ort. Zum Schutz der eingesetzten Kräfte war der Rettungsdienst mit einem Rettungswagen vor Ort. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Weiterer Einsatz parallel

Parallel zum Brandeinsatz im Brunnweg mussten die Einsatzkräfte der Abteilung Stadt einen Sprinkleralarm in der Heinestraße abarbeiten. Hier war die Feuerwehr mit der Drehleiter, Einsatzleitung und einem Löschfahrzeug im Einsatz. In einem dort ansässigen Industriebetrieb löste aus unbekannter Ursache die Sprinkleranlage aus. Die Einsatzstelle wurde durch einen Trupp unter Atemschutz mit Kleinlöschgerät kontrolliert. Nachdem im betroffenen Bereich kein Feuer und Rauch festgestellt werden konnte, muss von einem technischen Defekt ausgegangen werden. Nachdem der Einsatz beendet wurde und die Einsatzstelle an eine Sicherheitsfirma übergeben war, wurden die dort eingesetzten Kräfte ebenfalls zum Einsatz Brunnweg weiterbeordert.

Quelle: Ralf Mittelbach/Feuerwehr Weinheim

Bilder: Johannes Ernst/Ralf Mittelbach

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